Digital Life
15.05.2013

Pressefoto des Jahres soll manipuliert sein

Der Fotograf Paul Hansen soll das Bild, mit dem er den World Press Photo Award 2013 gewonnen hat, nachträglich bearbeitet haben. Der Foto-Journalist bestreitet die Vorwürfe vehement.

Mehrere Medienportale berichten, das Bild, welches zwei tote Kinder und eine trauernde Menge im Gaza-Streifen zeigt, sei manipuliert worden, um einen dramatischeren Effekt zu erzielen. Die Kritiker berufen sich auf Auffälligkeiten in den Metadaten des Fotos. Der Fotograf bestreitet die Vorwürfe gegenüber news.com.au und versichert, dass die Wirkung des Fotos allein durch die speziellen Lichtverhältnisse zustande gekommen sei. Das originale RAW-File des Fotos hat Hansen bislang nicht präsentiert.

In der Branche wird bereits seit geraumer Zeit kritisiert, dass es zunehmend zu einer Vermischung von Presse- und künstlerischer Fotografie kommt. Schon die Nominierung des Bildes von Hansen war nicht überall gut angekommen, weil das Foto von einigen Experten als unauthentisch bewertet wurde. Pressefotos sollen die Wirklichkeit abbilden, ohne jedwede Manipulation, so die Meinung der Puristen.

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