Digital Life
11.06.2015

Promi-Nacktfotos: Hacker könnte aus Chicago kommen

Laut Unterlagen des FBI führt die Spur des Hacks, bei dem Promi-Nacktfotos veröffentlicht wurden, nach Chicago. Über 500 iCloud-Konten könnten betroffen sein.

Durch jetzt veröffentlichte Gerichtsunterlagen wurde bekannt, dass das FBI Fortschritte gemacht hat, den Hacker hinter „The Fappening“ ausfindig zu machen. Bei dem Vorfall, der auch den Beinamen „Celebgate“ erhielt, wurden im Herbst 2014 Nacktfotos von Prominenten im Internet veröffentlicht, die über deren iCloud-Accounts entwendet wurden.

Laut den Unterlagen hatte das FBI bereits im Oktober eine konkrete Spur. Die IP-Adresse, von denen aus auf die iCloud-Profile zugegriffen wurde, führte zu einem einzigen Computer. Dieser gehört dem 30-jährigen Emilio Herrera, der in Chicago wohnt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden mehrere Geräte, darunter Laptops, Smartphones, Datenträger und ein Kindle Fire, beschlagnahmt.

Das FBI betont, dass die Untersuchung noch läuft. Herrera wird in den Unterlagen nicht als Verdächtiger genannt. Schließlich wäre es möglich, dass er selbst nur Opfer ist und die eigentlichen Hacker den Datenverkehr durch seinen Computer geroutet haben.

Über 500 Account geknackt

Über die IP-Adresse wurden weitaus mehr iCloud-Konten geknackt, als bisher angenommen. Insgesamt soll auf 572 Konten zugegriffen worden sein, in Durchschnitt sechs Mal auf jeden Account. Weiters wurde versucht die Passwörter von 1.987 iCloud-Konten zurückzusetzen.

Laut den Unterlagen gehören den Konten, von denen keine Fotos veröffentlicht wurden, Prominenten, Models und deren Freunden und Familien.