Digital Life
10.08.2017

Rassismusvorwürfe: FaceApp entfernt Selfie-Filter

Die Foto-App "FaceApp" hat einen Filter aus ihrem Angebot entfernt, mit dem Selbstportraits "kaukasisch", "asiatisch", "indisch" oder "afrikanisch" umgeformt werden konnten.

FaceApp hat sich entschlossen, den Filter zu entfernen, nachdem dem Unternehmen Rassismus vorgeworfen wurde, wie mashable berichtet. Die App erlaubt es Nutzern, ihre Selbstportraits mit diversen Filtern anzupassen. So können Gesichter etwa verjüngt werden oder eine digitale Geschlechtsumwandlung vorgenommen werden. In einem kürzlich ausgespielten Update wurden eine Reihe von neuen Filtern hinzugefügt, die "Ethnizitätsänderungen" erlaubten. Vier Versionen - "Black", "Asian" "Indian" und "Caucasian" - waren im Update enthalten.

Das Update löste in den sozialen Medien eine Welle von Rassismusvorwürfen aus. Das Unternehmen hat die Filter daraufhin am Mittwochnachmittag wieder aus der App entfernt. Der FaceApp-CEO Yaroslav Goncharov bestätigte das Entfernen zwar, verteidigte die Filter aber: "Sie tragen keinerlei positive oder negative Konnotationen und wurden so designt, dass sie in allen Aspekten gleich sind." Durch den Filter "Hot", der dunkelhäutige Gesichter automatisch aufhellte, war FaceApp schon einmal in die Kritik geraten.