Digital Life
27.11.2016

Rechtsradikale und Fake-News-Autoren attackieren Elon Musk

Aus Angst, der SpaceX- und Tesla-Gründer könnte politisch aktiv werden, greifen zahlreiche Fake-News-Seiten und konservative Organisationen Musk persönlich an.

Der US-Präsidentschaftswahlkampf ist geschlagen, doch Rechtsradikale und Fake-News-Seiten haben nach Hilary Clinton bereits ihr neues Ziel gefunden: Elon Musk. Das berichtet Bloomberg. Der Gründer und CEO von Tesla und SpaceX wird bereits seit einigen Monaten online über Fake-News und Organisationen, die von Mitgliedern der „Alt Right“-Bewegung unterstützt werden, angegriffen. Der Grund ist simpel: Sie fürchten offenbar, Musk könnte politisch tätig werden.

„Ein bestimmter Bereich des politischen Spektrums fürchtet sich geradezu zu Tode, dass Musk Politiker werden könnte. Sie sehen ihn als Bedrohung. Darum leiten sie jetzt diesen Prozess ein“, erklärt Sam Jaffe, Manager des Energie-Beratungsunternehmens Cairn ERA. Mehrere Fake-News-Seiten werfen Musk vor, staatliche Förderungen zu verschwenden und sich politische Vorteile durch Spenden zu erkaufen. Zudem veröffentlichte ein besonders kritischer Journalist namens Shepard Stewart ähnliche Artikel auf namhaften konservativen Portalen. Das Problem: Stewart existiert nicht, die Artikel wurden zurückgezogen.

Große Reichweite mit Tesla und Co.

Des weiteren wurde mit „Stop Elon From Failing Again“ eine neue Website gegründet, die „die zentrale Datenbank, die Elon Musk aufhält“ werden will. Dahinter steht unter anderem die Organisation „Citizens for the Republic“, die von der konservativen Radiomoderatorin Laura Ingraham geleitet wird. Ingraham gilt als eine der Kandidaten für den Posten des Pressesprechers des Weißen Hauses unter Trump.

Hinter den Angriffen auf Musk könnte aber nicht nur politisches Kalkül stecken. Nachrichten über Tesla, SpaceX und Elon Musk erzielen mittlerweile große Reichweiten auf allen Plattformen - ein Umstand, den sich vor allem die Fake-News-Seiten, deren Geschäftsmodell auf Werbung basiert, zunutze machen.

Fake-Elon vor Gericht

Dennoch hat sich Musk ohne Zweifel eine Reihe von Feinden gemacht. So versuchte im August ein langjähriger Kritiker und Finanz-Chef einer Ölfirma, sich als Elon Musk auszugeben und interne Daten zu erschleichen. Er behauptete zudem, Tesla habe versucht, seinen Twitter-Account zu hacken, um ihn bloßstellen zu können. Ein weiterer Kritiker aus Australien sammelt bereits seit einem Jahr Fotos von zerstörten oder in Unfällen verwickelten Teslas und sammelt diese in einer „Hall of Shame“. Er hat nach eigenen Angaben noch nie einen Tesla besessen oder gefahren.