Digital Life
16.03.2018

Rihanna schickt Snapchat-Aktie auf Talfahrt

Der US-Popstar ist über eine Werbeanzeige auf dem Online-Netzwerk empört. Die Aktie von Snap verlor nach der Kritik fast fünf Prozent.

Die Snapchat-Mutter Snap hat zum zweiten Mal innerhalb eines Monats mit dem Ärger Prominenter zu kämpfen. Nachdem vor kurzem Kylie Jenner per Twitter kundtat, dass ihr das neue Design von Snapchat nicht gefällt, verlor die Aktie sechs Prozent. Am Donnerstag war es R&B-Sängerin Rihanna, die die Snapchat Papiere auf Talfahrt schickte. Sie war über eine Anzeige für eine Game-App verärgert, die mit dem Thema häusliche Gewalt spielte und das Gesicht der Sängerin nutzte. „Ihr habt alle Frauen, Kinder und Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, fallengelassen. Vor allem die, die sich noch nicht getraut haben, darüber zu reden. Schämt euch“, schrieb die Musikerin am Donnerstag auf Instagram.

Snapchat entschuldigt sich

Das US-Unternehmen hatte die Anzeige für die Spiele-App bereits Tage zuvor zurückgezogen. Bei dem Spiel sollen sich Nutzer zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden - in diesem Fall, ob sie eher Rihanna oder ihren Ex-Freund Chris Brown schlagen würden. „Diese Werbung ist ekelhaft und hätte nie bei uns erscheinen dürfen“, schrieben die Verantwortlichen von Snapchat am Donnerstag in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. Die Snap-Aktie fiel nach der Rihanna-Kritik zunächst um fast fünf Prozent.

Die Sängerin aus Barbados wurde 2009 von ihrem damaligen Freund Chris Brown verprügelt, der daraufhin zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Der Rapper ließ dem Portal „E! News“ mitteilen: „Wer immer dies auf Snapchat veröffentlicht hat, gehört geschlagen.“