Digital Life
20.10.2012

Röntgen-Scanner werden auf Flughäfen abgebaut

In den USA werden Nacktscanner auf Röntgen-Basis von allen großen Flughäfen entfernt. Gesundheitsrisiken und Datenschutzbedenken spielen dabei keine Rolle. Die Geräte verursachen ledglich zu lange Warteschlangen.

Die Transportation Security Administration, kurz TSA, hat mit dem Abbau der Körperscanner auf Röntgen-Basis begonnen. Die Geräte, die Passagiere bei der Sicherheitskontrolle durchleuchten, werden nach und nach von allen großen Flughäfen entfernt, berichtet ProPublica. Als Grund wird angegeben, dass die Scanner zu lange Warteschlangen verursachen und den Betrieb aufhalten. Die Kritik bezüglich Gesundheit und des Datenschutz spielten laut der Behörde bei der Entscheidung keine Rolle. Auf kleinere Flughäfen, auf denen keine Menschenmassen durch die Sicherheitskontrollen geschleust werden müssen, sollen die Röntgen-Scanner jedoch bestehen bleiben.

In den EU längst verboten
Auf den großen Flughäfen, wie etwa Boston, Los Angeles oder Chicago, werden die Scanner, die seit ihrer Einführung wegen Datenschutz- und Gesundheitsbedenken kritisiert wurden, durch andere Geräte ersetzt. Diese basieren auf Terahertzstrahlung und sollen schneller Gefahren erkennen und Personen abfertigen. Sie sind rund und aus Glas. Diese Art der Ganzkörperscanner generiert zudem ein weniger detailreiches Bild des Passagiers und nutzt elektromagnetische Wellen ähnlich jenen von Handys. Die EU hat die Nacktscanner auf Röntgen-Basis aus Gesundheitsgründen bereits vergangenes Jahr verboten.

 

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