Digital Life
24.12.2014

Route des Weihnachtsmannes live im Web verfolgen

Ho, ho, ho. Alle Jahre wieder macht sich neben dem Christkind auch Santa Claus auf den Weg, um Geschenke zu verteilen. Google und die US-Luftraumüberwachung NORAD zeigen, wo.

Seit Jahren tobt nicht nur die Diskussion, wer die besseren Geschenke bringt - Weihnachtsmann, Christkind oder doch der Postler, der das Amazon-Packerl ausliefert - auch beim Live-Tracker der Santa-Route scheiden sich die Geister. Schon lange im Geschäft ist das North American Aerospace Defense Command (NORA), das für die Luft- und Weltraumüberwachung der USA und Kanada zuständig ist, und bereits seit 1955 die Route des bärtigen Mannes verfolgt. Seit einigen Jahren kann man den Schlitten in 2D und 3D verfolgen, das Kartenmaterial liefert Microsoft. Auch Apps für Android, iOS, Windows Phone und Windows 8 sind verfügbar

Starke Konkurrenz ist NORAD im Jahr 2004 durch Google und seinen eigenen Tracker erwachsen. Dieser zeigt die Route zwar nur in 2D, wartet aber mit genaueren Informationen bezüglich zukünftigen Ankunftsorten und -Zeiten auf. Online-Games und Informationen zu den Zwischenstopps, aber auch zum angeblichen Wohnort von Santa am Nordpol, sorgen für den nötigen Zeitvertreib bis zur Bescherung. Google hat für seinen Santa Tracker auch eine Android-App bereitgestellt.

Ungereimtheiten

Helle Köpfe werden allerdings bei beiden Trackern stutzig werden, vor allem wenn man diese miteinander vergleicht. Wie bereits im Vorjahr ist der Google-Santa um einiges knausriger als sein NORAD-Pendant. So kratzt der Weihnachtsmann auf seinem Zwischenstopp in Japan am Nachmittag bei NORAD bereits die Eine-Milliarde-verteilte-Geschenke-Grenze, während Googles Santa - obwohl schneller unterwegs - erst bei 650 Millionen abgeworfenen Geschenken war.

Auch hinsichtlich der technischen Beschaffenheit des Santa-Schlittens herrscht Verwirrung. Während NORAD ein klassisches Gefährt mit neun Rentieren zeigt, verwendet Googles Santa offenbar einen neuartigen, Weltraum-erprobten Antrieb, der den Schlitten auch ohne Mithilfe der Rentiere durch die Luft befördert. Am Mittwochnachmittag geisterten auch Gerüchte über einen möglichen Rentier-Streik durch die Luft. Andere Quellen berichteten, dass das Christkind durch die vielen liegengebliebenen Amazon-Pakete Verstärkung angefordert hatte. Da die Großen Adler verhindert waren, mussten die Rentiere aushelfen.

Wie dem auch sei - die gesamte futurezone-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern einen tollen Weihnachtsabend und schöne Feiertage!