Digital Life
21.09.2018

Russlands gescheiterter Fluchtplan für Julian Assange

Der WikiLeaks-Gründer sollte zu Weihnachten aus London in ein anderes Land gebracht werden.

Wie der Guardian berichtet, wurde jetzt ein Plan bekannt, mit dem Russland vorhatte, Julian Assange die Flucht aus der Botschaft Ecuadors zu ermöglichen. Die Flucht hätte am Weihnachtsabend 2017 stattfinden sollen, als Folge des gescheiterten Versuchs von Ecuador, dem WikiLeaks-Gründer Diplomaten-Status zu verleihen.

Hätte Assange die diplomatischen Dokumente erhalten, hätte er mit einem Wagen mit Diplomaten-Kennzeichen von der Botschaft abgeholt und in ein anderes Land gebracht werden sollen. Laut Insidern habe die russische Regierung diesen Plan unterstützt und die Möglichkeit in den Raum gestellt, Assange in Russland aufzunehmen. Als Alternative sei eine Reise von Assange mit dem Schiff nach Ecuador angedacht gewesen.

Der Plan für die Flucht von Assange sei nur wenige Tage vor der Ausführung abgebrochen worden. Rommy Vallejo, der frühere Geheimdienstchef von Ecuador, soll am 15. Dezember 2017 nach London gereist sein, um die Ausführung des Plans zu überwachen. Er habe London verlassen, nachdem der Plan aufgegeben wurde. Der Grund dafür soll gewesen sein, dass die Flucht zu riskant gewesen wäre, weil Assange nicht den Diplomatenstatus erhalten hatte.