© epa

GERICHT
04/04/2011

Sammelklage wegen Google Buzz eingestellt

Die Sammelklage gegen Google wegen Datenschutzverletzungen beim Start des Diensts Google Buzz wurde eingestellt. Betroffene Nutzer bekommen keine Entschädigung, aber Google zahlt 8,5 Millionen US-Dollar in einen unabhängigen Fonds ein.

Google hat am Dienstag Nutzer des Dienstes Gmail darüber informiert, dass die Sammelklage gegen den Konzern nach einer Schlichtung eingestellt wird, berichtet die "New York Times". Buzz ist eine Erweiterung des E-Mail-Dienstes Gmail, die im Februar gestartet ist.


Direkt nach dem Start des neuen Dienstes wurde bekannt, dass sich Buzz automatisch mit anderen Gmail-Benutzern verbunden hat und sie in die aktuellen Buzz-Nachrichten einsehen konnten. Aufgrund der Voreinstellungen konnte jeder, der das Google-Profil eines Benutzers besucht, sofort sehen, mit wem man Kontakt hat.

Kein Geld für betroffene Nutzer

Es folgte eine Sammelklage von betroffenen Gmail-Nutzern. Diese bekommen jetzt allerdings keine Kompensation, stattdessen einigte man sich vor Gericht, dass Google 8,5 Millionen US-Dollar (sechs Mio. Euro) in einen unabhängigen Fonds einzahlen wird, der extra für diesen Zweck eingerichtet wird. Dieser soll dazu verwendet werden, Organisationen, die über die Privatsphäre im Web aufklären, zu unterstützen.

Die Bedingungen der Schlichtung wurden bereits im September vereinbart, bis Jänner besteht noch die Möglichkeit eines Einspruchs. Google hat damit die Klage voraussichtlich ohne Anerkennung einer Schuld und ohne Nachweis einer Rechtsverletzung abgewendet.

Mehr zum Thema:

Google fördert digitale Medienprojekte mit einer Spende in Millionenhöhe

(futurezone)