Digital Life
09.11.2018

Satanisten klagen Netflix auf 150 Millionen Dollar

Zwischen der Video-Streaming-Plattform und der Organisation Satanischer Tempel ist ein kurioser Rechtsstreit ausgebrochen.

Man sollte sich wohl niemals mit Satanisten anlegen. Die Organisation Satanischer Tempel verklagt Netflix und Warner Bros. auf über 150 Millionen Dollar Schadenersatz. Der Grund: In einer Folge der Horror-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ war eine Nachbildung des Dämonengotts Baphomet zu sehen. Und die Produzenten sollen dafür ohne Zustimmung die vom Satanischen Tempels eigens entworfene Statue kopiert und verwendet haben, was einen klaren Verstoß gegen das Urheberrecht darstelle, so der Vorwurf.

Statue ist gar nicht böse

Vielmehr stört die Organisation aber, dass die Statue in der Serie mit etwas Bösem in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich soll sie aber darauf hinweisen, wie wichtig die Trennung zwischen Staat und Kirche und Toleranz zwischen Religionen sei. Sie wurde 2014 über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und hätte gegenüber einer christlichen Skulptur im US-Bundesstaat Arkansas aufgestellt werden soll. Bereits wenige Stunde danach musste sie allerdings entfernt werden und steht nun in Detroit.
 

Einzigartige Ausführung

Die Produzenten der Serie betonen gegenüber Vice derweil, dass es von dem Dämonengott ganz unterschiedliche Zeichnungen und Nachbildungen gäbe. In keiner anderen waren bisher aber die zwei Kinder zu sehen, welche neben der geflügelten Kreatur mit Ziegenkopf stehen und sie anstarren, wie sie eben auch in der Serie vorkommt, argumentieren die Kläger. „Chilling Adventures of Sabrina“ wurde erst vor kurzem auf Netflix veröffentlicht und gilt als Grusel-Nachfolger der Serie „Sabrina – Total Verhext!“ – mit der familienfreundlichen Sitcom von damals hat das Remake jedoch kaum etwas tun.