Digital Life
19.11.2014

Schnitzeljagd per App durch die Wiener Hofburg

Ab Mittwoch kann drei Monate lang das Gelände der Wiener Hofburg mit Hilfe einer App spielerisch erkundet werden.

Links neben dem Eingang der Wiener Albertina steht seit Mittwoch ein Kasten Holz. Das rund zwei Meter große und ein Meter breite Gebilde ist mit einem Zahlenschloss und einem QR-Code versehen und bildet den Ausgangspunkt des Spieles 4 Asse. Das "Urban Art Game" will es ermöglichen, das weiträumige Gelände der Wiener Hofburg, das von der Albertina bis zur Spanischen Hofreitschule reicht, spielerisch zu erkunden.

Das Spiel biete einen anderen Zugang zum historischen Areal der Hofburg und "lasse die alte Burg in neuem Licht erstrahlen", sagte Burghauptmann Reinhold Sahl bei der Präsentation am Mittwoch in Wien. Ziel sei es auch, den größten zusammenhängenden Baukomplex Europas in seiner Gesamtheit erleben zu können.

App als Eintrittskarte

Um an dem Spiel teilzunehmen ist der Download einer App erforderlich, die für iOS und Android kostenlos zur Verfügung steht. Zum Start des Spieles wird eine Karte gezogen. Danach werden den Spielern Fragen gestellt, die sich auf das historische Ambiente beziehen.

Werden die Fragen richtig beantwortet, kann die Tür des Holzkastens mit einem Zahlencode geöffnet und das dahinter liegende Geheimnis gelüftet werden. Die App führt die Spieler dann zu den weiteren Stationen. Neben der Albertina sind dies der Josefplatz, der Schweizerhof, der Maria-Theresien-Platz und das Wasser im Burggarten.

"Perfekte Kulisse"

Gestaltet wurde das Urban Art Game von eine brasilianischen Künstlergruppe unter der Leitung von Perola Bonfanti, die dafür mehrere Monate in Wien verbrachte. Die Art wie Raum und Zeit wahrgenommen werden, habe sich durch das Internet verändert, sagte Bonfanti. Mit dem Spiel wolle man dies veranschaulichen, sagte die Künstlerin.

"Die Hofburg biete eine perfekte Kulisse für das interaktive Kunsterlebnis", meinte Philipp Kaufmann von der Immobilienfirma CC Real, die das Projekt koordinierte. Neben der Burghauptmannschaft und der Albertina haben sich unter anderem auch das Kunsthistorische Museum, die Kaiserliche Schatzkammer und die Spanische Hofreitschule an dem Projekt beteiligt. Die technische Umsetzung erfolgte durch Ars Electronica Solutions.

4 Asse kann ab Mittwoch und noch bis Ende Februar am Geländer der Wiener Hofburg gespielt werden.