© Lime

Digital Life
01/13/2019

Schweiz: 550 E-Scooter nach Unfällen durch Softwarefehler eingezogen

Der App-basierte E-Scooter-Verleiher Lime zieht in der Schweiz nach mehreren Unfällen alle Elektroroller aus dem Verkehr.

Lime stellt sein E-Scooter-Angebot in der Schweiz vorübergehend ein und zieht alle 550 Elektroroller aus dem Verkehr, wie Watson berichtet. In den vergangenen Monaten war es zu mehreren Unfällen mit den elektrisch betriebenen Tretrollern des Unternehmens gekommen. Grund dafür dürfte ein Softwarefehler sein. Die Unfallopfer berichten übereinstimmend, dass zuerst der Tacho ausfiel und dann die Vorderbremse blockierte. Teilweise trugen die Betroffenen schwere Verletzungen wie Ellenbogenbrüche davon.

Lime ist in der Schweiz in Basel und Zürich vertreten. In Österreich ist Lime in Wien aktiv. Das Unternehmen hat angekündigt, eine Qualitäts- und Sicherheitsprüfung durchzuführen und danach wieder auf den Schweizer Markt zurückzukehren, Kunden sollen dann 15 Gratisminuten als Entschädigung für die Zwangspause bekommen. Das Unternehmen sagt, dass die Software jedes einzelnen Rollers geprüft werden soll.

Für Lime kommt die Unfallserie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Das Unternehmen hat mit einer großen Expansionswelle in Europa und Problemen mit kaputten Rollern derzeit alle Hände voll zu tun. Zumindest eines der Schweizer Unfallopfer hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet. Lime entschuldigt sich derweil bei Kunden, dass die Bearbeitung von Beschwerden so lange dauert.