Digital Life 26.11.2012

Second Screen: ORF-Zusatzinfos auf Tablets

© Bild: Thomas RAMSTORFER Milenko BADZIC © ORF

Zur kommenden Ski-WM in Schladming wird der ORF erstmals eine so genannte Second Screen-Lösung anbieten. TV-Konsumenten können sich Zusatzinfos zur Live-Übertragung auf ihr Tablet holen.

Sie werden bereits als „Second Screen" bezeichnet - Tablets und Smartphones, mit denen die TV-Konsumenten vor ihrem TV-Gerät sitzen und während des Fernsehens diverse Zusatzangebote nutzen; oder parallel zum Fernsehen im Web surfen oder in sozialen Netzwerken über das Gesehene kommunizieren. Für die Ski-WM in Schladming, die von 4. bis 17. Februar stattfindet,  arbeitet der ORF an einem interessanten Second-Screen-Angebot.

Second Screen - Zusatzinfos zum TV-Programm kommen auf das Tablet oder Smartphone
© Bild: Thomas RAMSTORFER Milenko BADZIC © ORF

Bei den Cable Days in Salzburg zeigte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz erstmals den Prototypen einer zweiten Bildschirm-Lösung. Während der Ski-Übertragungen werden Tablet-Nutzer auf ihrem Tablet Zusatzinfos abrufen können. „Das beginnt bei anderen Kameraeinstellungen , etwa aus dem Starthaus und endet bei Informationen zum Skifahrer“, erklärte Wrabetz. Die Infos stammen aus der Datenbank,  die bislang nur den Moderatoren und Co-Moderatoren zur Verfügung stand.  Das neue Produkt, für das es noch keinen Namen gibt aber das künftig auch bei anderen Sport-Live-Übertragungen eingesetzt werden kann, hat Wrabetz zur „Chefsache“ erklärt.

So sieht der Prototyp der Second Screen-Lösung des ORF aus, die anläßlich der Ski-WM in Schladming erstmals genutzt werden kann
© Bild: Thomas RAMSTORFER Milenko BADZIC © ORF

Auf dem auf den Cable Days gezeigten Screenshot waren unter anderem Funktionen wie die Herzfrequenz der Sportler aber auch Twitter und Facebook integriert. Wrabetz geht nach wie vor davon aus, dass der Verfassungsgerichtshof das „Facebook-Verbot“ gegen den ORF aufheben wird. Das Nutzungsverhalten habe sich - wie man auch am Erfolg der ORFTVthek erkennt, geändert. Daher benötige man den Anschluss an die sozialen Netzwerke.

Erstellt am 26.11.2012