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Diversität Sexistisches Memo sorgt bei Google für Diskussionen.

Foto: EPA
Ein internes Memo, das sich gegen die Förderung von Frauen bei Google ausspricht, sorgt für Aufregung bei dem Internetkonzern.

Technologieunternehmen sind immer noch klar männlich dominiert. Google versucht ebenso wie andere Unternehmen die Vielfalt in den eigenen Reihen zu steigern. Vor kurzem wurde dazu auch die Stelle der Diversitätsbeauftragten mit der von Intel kommenden Managerin Danielle Braun neu besetzt. Sie muss sich nun mit einem internen Memo herumschlagen, dass vor kurzem von einem älteren Google-Mitarbeiter in Umlauf gebracht wurde und bei dem Internetkonzern für Aufregung sorgt.

„Unterschiedliche Fähigkeiten“

Er habe nichts gegen Diversität und Inklusion, schreibt der Google-Mitarbeiter in dem „Googles Ideological Echo Chamber“ („Googles ideologische Echokammer“) betitelten Memo. Es sei aber auch klar, dass Männer und Frauen biologisch bedingt unterschiedliche Fähigkeiten und Präferenzen hätten, heißt es in dem Schreiben weiter. Deshalb sei es auch nicht verwunderlich, dass weniger Frauen in der Technologiebranche und in Führungspositionen zu finden seien, argumentiert der Google-Mitarbeiter und fordert das Unternehmen auf, Programme, die darauf abzielen, bei Google unterrepräsentierte Gruppen zu fördern, einzustellen. Er spricht sich dafür aus, stattdessen die ideologische Diversität zu fördern. Konservativ denkende Menschen seien bei Google in der Minderheit.

Viral

Laut Motherboard verbreitete sich das Memo bei dem Internet-Konzern in den vergangenen Tage viral. Zahlreiche Mitarbeiter zeigten sich über den Text, der mittlerweile von Gizmodo veröffentlicht wurde, verärgert.

Auch Danielle Braun, die neue für Diversität zuständige Vizepräsidenten bei dem Internet-Unternehmen bezog laut recode Stellung. Die Standpunkte des Mitarbeiters würden von Google in keinster Weise geteilt, schreibt Braun. Diversität und Inklusion seien Eckpfeiler der Google-Werte. In einer offenen und inklusive Unternehmenskultur müsse es auch Andersdenkenden möglich sein, ihre Meinungen zu äußern, solange sie den Prinzipien des Unternehmens nicht widersprechen würden.

(futurezone) Erstellt am 06.08.2017, 11:08

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