Digital Life
26.04.2017

Smart City Award: Ideen rund ums Recyclen

Der Klima- und Energiefonds vergibt Preise für eine smarte, grüne Stadt. Einige Einreichungen drehen sich um Müllsparen und Recycling.

Patricia F. aus Ternitz hat die Idee für einen „intelligenten Einkaufswagen“ entwickelt, mit dem Verpackungsmaterial gespart werden soll. Für ihre vierköpfige Familie kauft sie wöchentlich viel Obst und Gemüse wie Paprika, Tomaten oder Gurken und Birnen. Mit eigenen Boxen, also genormten Schachteln, in verschiedenen Größen wie 2 kg, 1 kg oder 125 g würde man einen Berg Müll sparen. Im Zuge des Projekts will die Familie auf diesem Weg Müll reduzieren und Transportwege sparen.

Beim „ Smart City Award“ wurden Installationen, Aktionen oder Interventionen in urbanen Räumen gesucht, die einen Beitrag zum Motto „Greening the City“ leisten, in zwei Videos dokumentierbar und in einer vorgegebenen Frist von wenigen Monaten umsetzbar sind. Gefördert werden soll auch das „soziale Miteinander“.

Gemeinschaftsraum

Genau dies ist etwa beim Projekt von Heinz F. aus Innsbruck der Fall. Er hat vor 20 Jahren ein „Haus of Commons“ eingeführt, bei dem 12 Wohnungen mit weniger Strom als bisher versorgt werden können, weil das Grundwasser so warm ist. Zudem gibt es in dem Haus einen Gemeinschaftswerkraum. „Dort werden Öl- und Schmiermittel gelagert, und jeder kann sich nehmen, was er gerade braucht. Auch Küchengeräte, die man seltener braucht, wie Waffeleisen oder Toaster stehen dort herum“, so Heinz F. Um Abfall zu reduzieren, werden Konzentrate gemeinschaftlich eingekauft. Im Hausgarten gibt es zwei Hochbeete.

Auch bei den Projekten von Doris H. aus Orth an der Donau und Andrea L. aus Riedenthal geht es um die Gemeinschaft. „Unsere Idee ist, dass wir Tische aus dem Sperrmüll einem zweiten Leben zuführen können. Alte Dinge reparieren, bunt anmalen und nutzen.“ Diese sollen dann in einem Plaudercafe eingesetzt werden, das im Mai in Wolkersdorf errichtet wird. Auch bei Andrea L. geht es um ein Plaudercafé. Dort gibt es neben einer Nähwerkstatt auch Kleidertauschpartys.

Die Videos aller Nominierten sind auf der Plattform smart-city-award.at online zu finden. Bis 15. Juni 2017 haben diese Nominierten nun Zeit, ihre Pläne zu realisieren und das wiederum in einem maximal zweiminütigen Aktions-Video zu dokumentieren. Die erfolgreichen Umsetzungen werden vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie mit 500 Euro belohnt. Die Prämierten werden bis zum 31. August 2017 benachrichtigt.

Disclaimer: Dieser Beitrag entstand im Zuge einer Kooperation zwischen dem Klima- und Energiefonds und futurezone.