Sony beschuldigt jetzt Anonymous
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Probleme

Sonys Onlinedienste: Rückkehr mit Hindernissen

Bei der Rückkehr ans Netz nach dem spektakulären Datendiebstahl kommen Sonys Spiele- und Medienserver nur schwer in die Gänge. Der japanische Konzern hatte zwar am Sonntag damit begonnen, seine Onlinedienste schrittweise wieder freizuschalten. Doch die Server stießen unter den vielen Anfragen zur Passwortänderung an ihre Grenzen, wie Sony am Montag mitteilte.

Um im Playstation Network online gegeneinander antreten zu können, müssen Besitzer der Playstation 3 die Software ihrer Spielekonsole aktualisieren. Außerdem muss das Passwort geändert werden. Dies gilt auch für den Musik- und Filmdienst Qriocity, der ebenfalls wieder anlaufen sollte. In den meisten Gegenden der Welt habe der Prozess bereits begonnen, teilte der für den Bereich Videospiele zuständige Sony-Vertreter Kazuo Hirai am Sonntag per Video im Playstation-Blog mit.

Behördliche Probleme in Japan
Japanische Regierungsvertreter wollen den Neustart von Sonys PlayStation-Network in Japan darüber hinaus nicht erlauben, solange der Konzern keine zusätzlichen Informationen über geplante Sicherheitsvorkehrungen offen legt. Das gab ein Mitarbeiter der Regulierungsbehörde am Sonntag bekannt.

Wie Fox Business berichtet, haben sich Mitarbeiter der Behörde mehrmals mit Sony getroffen, dennoch konnten einige Details nicht geklärt werden. Laut einem hochrangigen Vertreter des Wirtschaftsministeriums müsse Sony noch in zwei Themenbereichen nachbessern. Einerseits habe der Konzern noch nicht ausreichende präventive Maßnahmen präsentiert, um derartige Angriffe zukünftig zu vermeiden. Aus Sicherheitsgründen wurden keine weiteren Details der geforderten Schritte bekannt gegeben.

Gegenmaßnahmen
Außerdem wollen die Behörden genauere Informationen darüber, wie der Konzern hofft, das Vertrauen seiner Kunden zurück zu gewinnen und ob die ergriffenen Maßnahmen nach den Attacken ausreichend gewesen sind.

Der japanische Konzern bestätigte die Gespräche mit der Regierung und gab an, die Ratschläge ernst zu nehmen

Sony hatte das Netzwerk für seine Spielekonsole Playstation und den Filmdienst Qriocity sowie die Plattform Sony Online Entertainment nach dem Einbruch von Mitte April abgeschaltet. Dabei waren Daten von möglicherweise mehr als 100 Millionen Nutzern gestohlen worden. Bei Playstation Network und Qriocity sind weltweit 77 Millionen Nutzerkonten registriert, davon 32 Millionen in Europa.

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