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Kontroverse Sperre aufgehoben: Facebook entschuldigt sich bei Sargnagel.

Stefanie Sargnagel hat wieder Zugang zu ihrem Facebook-Account
Stefanie Sargnagel hat wieder Zugang zu ihrem Facebook-Account - Foto: APA/GERT EGGENBERGER
Das Facebook-Profil der Autorin Stefanie Sargnagel ist wieder freigegeben. Facebook gab auf futurezone-Rückfrage den Fehler zu und entschuldigte sich bei Sargnagel.

Die Posse um die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel ist um eine Episode reicher. Nach einer von der Kronen Zeitung gestarteten Hetzkampagne (die futurezone berichtete) wurde am Samstag das Profil von Sargnagel gesperrt, die genauen Hintergründe waren bis heute unklar. Auf futurezone-Anfrage lässt Facebook nun ausrichten, dass es sich dabei um einen Fehler gehandelt habe und das Profil nun wieder uneingeschränkt von der Autorin genutzt werden könne.

Facebook entschuldigt sich

Einer Facebook-Sprecherin zufolge habe man sich bereits bei der Autorin entschuldigt. Die betroffenen Inhalte seien wiederhergestellt worden. Unklar bleibt, ob die Autorin wegen eines bestimmten Beitrags gesperrt wurde oder ihr Profil nach der Berichterstattung der Kronen Zeitung von vielen Usern gemeldet wurde.

Fb hat mich offenbar entsperrt omg was für eine aufregung

Posted by Stefanie Sprengnagel on Montag, 13. März 2017


In diesem Zusammenhang weist Facebook darauf hin, dass die häufige Meldung eines Accounts oder eines Beitrags nicht automatisch zur Löschung oder einer Sperre führe. Jeder Inhalt werde anhand der Community-Standards geprüft, teilte das Unternehmen auf futurezone-Rückfrage mit. Warum genau Sargnagel für 30 Tage aus ihrem Facebook-Account gesperrt wurde, blieb unbeantwortet.

Autoren entsetzt, Polizei ermittelt

Die Vorgehensweise der Kronen Zeitung, welche Sargnagel aufgrund eines fiktiven Tagebuch-Eintrags unter anderem als "Fäkal-Autorin" und "willig" bezeichnete, zieht immer weitere Kreise. So zeigte sich etwa Gerhard Ruiss, Sprecher der IG Autorinnen Autoren über die Vorgangsweise entsetzt und sprach von einer "Menschenjagd" auf die Autorin. "Wir fordern die konsequente Verfolgung all derjenigen, die unsere Kolleginnen mit Vergewaltigung und/oder dem Tod bedrohen", schrieb Ruiss in einer Aussendung (der Kurier berichtete).

Die Mord- und Vergewaltigungsdrohungen, die der Autorin nach der Berichterstattung in sozialen Medien entgegenschlugen, könnten auch ein gerichtliches Nachspiel haben. Wie der Standard von der Wiener Polizei in Erfahrung bringen konnte, seien bereits Ermittlungen wegen der Morddrohungen und Gewaltaufrufe eingeleitet worden.

(futurezone) Erstellt am 13.03.2017, 15:37

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