Digital Life
28.11.2015

Spielzeugfirma: Adressen von 200.000 Kindern gehackt

Alarm beim Spielzeughersteller VTech. Die Datensätze von fast fünf Millionen Eltern und deren Kinder wurden bei einem der größten Hacks der Geschichte erbeutet.

Schlechte Nachrichten für Kunden des chinesischen Spielzeug- und Lernsoftware-Herstellers VTech. 4,8 Millionen Kundendaten sowie etwa 200.000 Angaben zu deren Kindern sind bei einem Hack erbeutet und zumindest teilweise ins Netz gestellt worden. Besonders prekär: Es kamen nicht nur Passwörter, E-Mail-Adressen und Kundennamen abhanden, sondern auch Wohnadressen sowie die Vornamen, Geburtstage und das Geschlecht der Kinder.

VTech bestätigt Hack

Nachdem US-Medien von dem Vorfall, der offenbar auch Kunden in Europa betrifft, berichteten, musste VTech den Vorfall in einer Stellungnahme bestätigen. Da auf der Webseite E-Mail-Adressen für Betroffene aus der ganzen Welt angeführt werden, ist davon auszugehen, dass alle Kunden potenziell betroffen sind. Für deutschsprachige Kunden lautet die E-Mail-Adresse downloadmanager@vtech.de. Dass keine Kreditkarten-Daten oder auch Ausweisdaten erbeutet wurden, wie VTech betont, dürfte nur ein schwacher Trost sein.

Offenbar hat VTech bereits begonnen, E-Mails an betroffene Kunden zu versenden. Wie der Hack durchgeführt wurde, ist unbekannt. Laut VTech wurde der "Learning Lodge App Store" gehackt, über den Kunden Apps, Lernspiele, E-Books und anderen Content herunterladen und bestellen können. Der Hack mit fast fünf Millionen Kundendaten zählt zu den größten in der Geschichte.