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Österreich
09/23/2011

Spritpreisrechner: Einmal und nie wieder

Die E-Control und das Wirtschaftsministerium zogen am Donnerstag eine erste Bilanz des im August unter großen Schwierigkeiten gestarteten Spritpreisrechners. Laut den von den Betreibern veröffentlichten Zahlen dürfte die überwiegende Mehrheit der Autofahrer die Online-Applikation bisher nicht mehr als einmal verwendet haben.

Im ersten Monat habe es mehr als zwei Millionen Tankstellenabfragen beim Spritpreisrechner gegeben, hieß es in einer Aussendung der E-Control und des Wirtschaftsministeriums vom Donnerstag. Mehr als 1,5 Millionen Autofahrer haben den Spritpreisrechner, mit dem günstige Tankmöglichkeiten in der Nähe abgefragt werden können, laut den Betreibern bisher genutzt. Stimmen die veröffentlichten Zahlen, dann dürfte maximal ein Viertel der Nutzer die Online-Applikation mehr als einmal verwendet haben. Martin Graf von der E-Control spricht gegenüber der futurezone dennoch von einem Erfolg: "Zwei Millionen Abfragen zeigen, dass es ein großes Interesse am Spritpreisrechner gibt."

Smartphone-Apps im Oktober
Mitte Oktober will die E-Control auch Applikationen für gängige Smartphones veröffentlichen. "Wir wollen unser Service umfassend anbieten", sagt Graf. Apps, die auf den Daten des Spritpreisrechners aufbauen, gibt es mittlerweile allerdings auch ohne das Zutun der Behörde. Allein im Android Market sind mittlerweile mehr als zehn solcher Anwendungen

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Die E-Control will die Daten künftig auch den Autofahrerclubs zur Verfügung stellen. "Im Preistransparenzgesetz sind Kooperationen vorgesehen", so Graf. Auch auf help.gv.at soll der Spritpreisrechner eingebunden werden. Auch die Freigabe der Daten zur Weiterverwendung für die Allgemeinheit als Open Data will Graf nicht ausschließen. Das sei ein wesentliches Thema: "Wir sind in der rechtlichen Prüfung."

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