Digital Life
30.07.2012

Stallman über unfreie Spiele auf Linux

Vor kurzem gab der Spieleentwickler Valve bekannt, dass Steam für Ubuntu 12.04 veröffentlicht werden soll. Die Spiele-Plattform soll dabei mit voller Funktionalität unter Linux laufen. Richard Stallman, Gründer des GNU-Projekts und der Free Software Foundation (FSF), ist der Meinung, dass unfreie Spiele Linux/GNU einen Popularitätsschub bringen könnte.

"Ich nehme an, dass die Verfügbarkeit von beliebten unfreien Programmen unter GNU/ Linux die Annahme des Systems ankurbeln kann", erklärte Stallman in einem Blogeintrag. Jedoch würden es das Ziel von GNU/Linux sein, den Nutzern Freiheit zu bringen. Somit würde sich die Frage stellen, wie eine Entwicklung wie diese die Freiheit der Nutzer beeinflussen werde.

"Unfreie Spiele sind unethisch"
"Unfreie Spiele (wie andere unfreie Programme) sind unethisch, weil sie den Nutzern diese Freiheit vorenthalten. Wenn Sie Freiheit wollen, ist eine Voraussetzung diese Spiele nicht auf Ihrem Rechner zu haben. Wenn Sie dennoch beabsichtigen diese Spiele zu benutzen, sind Sie besser dran, wenn Sie diese unter GNU/Linux anstatt unter Microsoft Windows zu benutzen. Zumindest vermeiden Sie den Schaden an Ihrer Freiheit, die Windows anrichten würde", fährt Stallman fort.

Der erste verfügbare Titel für Ubuntu 12.04 wird,

,  Valves Zombi-Shooter Left 4 Dead 2 sein. Das erklärte Ziel ist es, in Zukunft noch weitere Titel für Linux verfügbar zu machen. Vorerst wollen sich die Entwickler nur auf Ubuntu konzentrieren, da es zu den populärsten Linux-Distributionen zählt und darum auch über eine sehr aktive Entwickler-Community verfügt.

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