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Rechenzentrum
06/12/2013

Start für Facebooks Datenzentrum in Schweden

Facebook nimmt im nordschwedischen Lulea sein erstes Datenzentrum in Europa in Betrieb. Die erste von drei geplanten Server-Hallen ist fertig. Für Europäer ist dies nicht unbedingt ein Vorteil, dass ihre Daten künftig in Europa gelagert werden.

Lulea ist der Standort von Facebooks neuem Rechenzentrum in Europa. Es gibt viel kalte Luft, da es knapp unter dem Polarkreis angesiedelt ist, billigen Öko-Strom und viel Platz in der Gegend. Trotz der Kälte sollen sich die Kühlungskosten pro Jahr auf 50.000 Euro belaufen - benötigt sollen 120 Megawatt werden, womit man 16.000 Häuser versorgen könnte. Eine der drei großen Server-Hallen, die zusammen auf rund 28.000 Quadratmetern stehen, ist nun in Betrieb genommen worden.

Mit der Inbetriebnahme eines Server-Zentrums in Europa würden Daten der Nutzer nicht mehr nur in den USA, sondern in Europa gespeichert werden. Neben dem US-Geheimdienst NSA liest dann auch noch der schwedische Geheimdienst verlässlich mit, was Nutzer über Facebook kommunizieren.

Durch ein schwedisches Überwachungsgesetz namens FRA ist es möglich, dass Geheimdienste auf die Daten der europäischen Facebook-Nutzer zugreifen können. Das Gesetz wurde durch das schwedische Parlament im Juni 2008 verabschiedet.

Das FRA-Gesetz befugt die Försvarets radioanstalt (FRA), die dem schwedischen Verteidigungsministerium unterstellt ist und eine unabhängige Sondereinheit des Geheimdienstes ist, alle zivile Internet-, Telefon-, und Faxkommunikationen mit dem Ausland zu überwachen - und zwar ohne richterlichen Beschluss. Die FRA (übersetzt: Radioanstalt der Verteidigung) ist zudem dazu befugt, persönliche Daten an ausländische Staatsmächte weiterzugeben. Wie das Gesetz genau funktioniert,

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