Digital Life
03.08.2015

Strenge Drogenvorschriften: FBI findet kaum Informatiker

Der Inlandsgeheimdienst der USA hat Personalmangel bei Informatikern. Verantwortlich dafür sind neben der schlechten Bezahlung auch rigide Drogenvorschriften.

Das FBI hat Nachwuchsprobleme bei Informatikern und Cybersicherheitsexperten. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Rechnungshofs des US-Justizministeriums hervor. 52 von 134 Stellen im Bereich Cybersicherheit mussten unbesetzt bleiben, viele FBI-Niederlassungen müssten ohne Computerwissenschaftler auskommen, heißt es in dem 35 Seiten langen Papier, das die Fortschritte des Geheimdiensts bei seiner vor drei Jahren gestarteten „Next Generation Cyber Initiative“ untersuchte, mit der sich die USA vor Cyberbedrohungen schützen will.

Bescheidene Bezahlung

Als Gründe für den Personalmangel wird unter anderem die im Vergleich zum privaten Sektor bescheidene Bezahlung im öffentlichen Dienst genannt. Aber auch die rigiden Drogenvorschriften des US-Geheimdienstes wirken auf viele Informatiker abschreckend.

Drogenvorschriften

So dürfen Bewerber in den vergangenen drei Jahren kein Marihuana und in den vergangenen zehn Jahren keine anderen illegalen Drogen konsumiert haben. Bewerber müssen auch US-Staatsbürger sein.

Das FBI versucht nun gegenzusteuern und hat unter anderem einige Ausbildungs- und Fortbildungsinitiativen gestartet. Auch von den Rekrutierungsmethoden anderer Geheimdienste, wie etwa der NSA oder der CIA, will man sich etwas abschauen.