Digital Life
07.06.2013

Student verkauft seine Daten auf Kickstarter

Für zwei Dollar pro Tag hat ein 28-Jähriger seine privaten Daten wie Browserverlauf oder GPS-Positionen zum Verkauf freigegeben. Die Aktion soll unter anderem zu mehr Bewusstsein bei Datenschutz führen.

Der 28-jährige Student Federico Zannier hat sich dazu entschieden, seine persönlichen Daten auf Kickstarter zu verkaufen. Ab einem Preis von zwei Dollar konnten sich Interessierte seinen Browser-Verlauf, Screenshots, Webcam-Fotos sowie seine GPS-Daten von einem Tag kaufen. Wer etwas mehr bezahlt, bekommt dazu noch entsprechende Apps und Software, um sich selbst tracken zu können. Als Ziel auf Kickstarter hat er 500 US-Dollar angegeben, insgesamt konnte er 2.733 US-Dollar sammeln.

Laut eigenen Angaben hat Zannier im Feber begonnen, seine privaten Daten aufzuzeichnen. Mit dem gewonnenen Material hat er auch eine Reihe von Visualisierungen erstellt, die bereits online abrufbar sind. Laut dem Studenten sind aus den Daten lediglich seine privaten Passwörter sowie persönliche Informationen von Menschen, mit denen er in der Zeit interagiert hat, entfernt worden.

Er wolle der Aktion aurütteln und zu mehr Datenschutz motivieren. Außerdem wollte er herausfinden, ob er mit seinen Daten Geld machen kann, nachdem Konzerne wie Facebook und Google Milliarden mit den persönlichen Informationen einnehmen. Laut Zannier könnten Menschen seinem Vorbild folgen und ihre Daten in Zukunft selbst an Unternehmen verkaufen, anstatt sie über die diversen Internetdienste kostenlos herzugeben.

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