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Jugendliche Studie: Facebook & Co beeinträchtigen geistige Gesundheit.

 
  - Foto: Getty Images/Geber86/iStockphoto
Laut einer britischen Untersuchung führen Facebook, Snapchat, Instagram und Twitter bei Jugendlichen zu Gefühlen der Unzulänglichkeit und Angst.

Vier der fünf populärsten Social-Media-Angebote im Internet beeinträchtigen das geistige Wohlbefinden Jugendlicher. Dies geht aus aktuellen Untersuchungen zweier britischer Gesundheitsorganisationenhervor, für die rund 1500 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren befragt wurden, berichtet der „Guardian“.

In der am Freitag veröffentlichten Untersuchung wird der Foto-Plattform Instagram der schädlichste Einfluss auf das Wohlbefinden der Jugendlichen zugeschrieben. Auch Snapchat, Facebook und Twitter werden als für die Gesundheit abträglich bezeichnet. Lediglich der Online-Videoplattform YouTube werden positive Auswirkungen attestiert.

Negative Auswirkungen

Die Nutzung der vier Plattformen führe bei vielen Jugendlichen zu negativen Auswirkungen, weil sie Sorgen über ihr Körperbild, Depressionen, Einsamkeit und Angst verstärken würden, heißt es. Auch das Mobbing würde durch die Angebote verschärft.

In der Untersuchung wurden fast 1500 Jugendliche in Großbritannien nach den Auswirkungen der fünf Social-Media-Angebote auf Gesundheit und Wohlbefinden befragt. Kriterien waren dabei unter anderem Selbst-Identität, Schlaf, Einsamkeit und Angst.

Psychologen widersprechen

Vom "Guardian" befragte Psychologen stellten die Ergebnisse der Untersuchung allerdings infrage. Die Ergebnisse seien "vereinfachend" und würden Social-Media-Angebot auf unfaire Art beschuldigen, sagte der Vertreter einer Standesorganisation. Auf das geistige Wohlbefinden Jugendlicher würden komplexe Gründe einwirken, die nicht auf Facebook oder Instagram reduziert werden könnten, sagte Simon Wessely, der Vorsizende des Royal College of Psychiatrists der Zeitung. Er sei sich sicher, dass Social Media eine Rolle spielen würden, wenn Jugendliche unglücklich seien. Social Media hätten jedoch auch viele positive Effekte. 

Dass  Betreiber von Social Media-Angeboten die Gefühlslagen Jugendlicher für sich zu nutzen wissen, zeigte ein vor kurzem an die Öffentlichkeit gelangtes Papier von Facebook Australia. In dem werden jugendliche Gefühlslagen von Facebook kartographiert und der Werbung angedient.

 

(futurezone) Erstellt am 19.05.2017, 09:57

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