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Psychologie
01/29/2012

Studie: Gadgets führen zu sozialer Inkompetenz

Eine Untersuchung an der amerikanischen Stanford Universität zeigt, dass Kinder, die ihren Tag mit digitalen Aktivitäten wie YouTube, Facebook, Fernsehen oder SMS verbringen, oft an mangelnder sozialer Kompetenz leiden.

Die Studie wurde mit 3500 Mädchen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren durchgeführt. Die Mädchen, die vermehrt Multitasking zwischen verschiedenen digitalen Endgeräten nutzen, neigen signifikant oft dazu, abnormales soziales Verhalten zu entwickeln. Obwohl nur Mädchen untersucht wurden, lassen sich die Ergebnisse auch auf Buben anwenden, so die Autoren gegenüber CNN.

„Bislang hat sich niemand mit diesem Umstand beschäftigt, was uns sehr schockiert hat“, erklärt Clifford Nass, ein Universitätsprofessor, der an der Studie mitgearbeitet hat. „Kinder müssen Emotionen erst erlernen und das können sie nur, wenn sie andere Menschen beobachten, wenn sie ihnen in die Augen sehen.“ Videochat sei für dieses Problem auch keine Lösung, da die Kinder währenddessen ebenfalls verstärkt zu Multitasking neigen und sich mit anderen Dingen beschäftigen.

Ein normales Verhalten könne nur entwickelt werden, wenn junge Menschen genug Zeit damit verbringen, anderen Personen Auge in Auge gegenüber zu sitzen. "Wenn man diese Form der Kommunikation vermeidet, erfährt man wichtige menschliche Dinge einfach nicht", so Nass. "Man muss Emotionen und soziale Fähigkeiten erst erlernen".

Nasser selbst setzt sich seit 25 Jahren mit Technologie auseinander und hat unter anderem als Berater für Unternehmen wie Google und Microsoft gearbeitet.

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