Digital Life
26.02.2013

Stuxnet-Entwicklung begann früher als gedacht

Forscher der Sicherheitsfirma Symantec fanden heraus, dass das Stuxnet-Computervirus bereits 2007 gegen iranische Atomanlagen eingesetzt wurde - zwei Jahre früher als bisher angenommen. Der Grundstein dafür sollte bereits 2005 gelegt worden sein.

Stuxnet wurde erstmals 2010 entdeckt und schnell als eines der ausgeklügeltsten Malware-Programme aller Zeiten kategorisiert, berichtet Bloomberg. Das Virus war entwickelt worden, um Zentrifugen zur Urananreicherung und Gasventile in Atomkraftwerken zu manipulieren. Entwickelt wurde Stuxnet im Auftrag der USA und Israels, und das früher als bisher angenommen.

Symantec fand eine frühe Version der Schadsoftware und taufte die Entdeckung "Stuxnet 0.5". Im Gegensatz zur 2010 aufgefundenen Version konnte Stuxnet 0.5 kritische Gasventile vollständig schließen. Damit wäre Druck erhöht worden und es hätte potentiell zu einer Explosion kommen können. Die spätere Stuxnet-Version hatte diese Fähigkeit nicht, konnte dafür aber die Geschwindigkeit von Zentrifugen verändern.

Laut Reuters war jeder von Symantec bisher aufgefundene Code bis zum Jahr 2007 zurückdatiert worden. Pläne für diese Art der Cyberkriegsführung gingen angeblich auf eine Entscheidung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush im Jahr 2006 zurück. Stuxnet 0.5 weist gewisse Bestandteile des Flame-Virus auf, welcher laut IT-Experten ebenfalls zur Cyberkriegsführung entwickelt worden sein soll.

Mehr zum Thema

  • Deutsche Unternehmen Opfer von Hack-Angriffen
  • Hacker attackierten auch Microsoft Rechner
  • Hack betrifft Twitter, Tumblr und Pinterest