Digital Life
12/12/2016

Tesla-Kunden missbrauchen Supercharger als Parkplatz

Meist reichen ein bis zwei Stunden aus, um einen Tesla vollständig zu laden. Doch viele Tesla-Kunden lassen ihr Fahrzeug stundenlang oder gar über Nacht stehen.

Tesla bietet seinen Kunden an mehr als 700 Supercharger-Stationen weltweit kostenloses Schnellladen an. Das Laden dauert, je nach Modell, nicht lange. So kann ein Model S (90 kWh) binnen 75 Minuten voll geladen werden, 30 Minuten reichen bereits für eine Reichweite von 270 Kilometer. Dennoch häufen sich mittlerweile die Beschwerden über Tesla-Fahrer, die ihre Elektroautos stundenlang oder gar über Nacht an einer Supercharger-Station stehen lassen.

Tesla-CEO Elon Musk äußerte sich nach einer Beschwerde eines französischen Unternehmers nun auf Twitter dazu. „Supercharger-Stationen sind zum Laden und nicht zum Parken gedacht. Wir werden etwas tun“, verkündete Musk. Tesla geht bereits seit einigen Monaten mit einem SMS-Dienst gegen Dauerparker vor. Dabei erhält der Tesla-Fahrer eine SMS, wenn das Laden abgeschlossen ist. Wird das Fahrzeug nicht weggefahren, bekommt man daraufhin im Fünf-Minuten-Takt SMS.

Aus für Gratis-Laden

Doch das stört offenbar viele Tesla-Kunden nicht. Einige Unternehmen, beispielsweise das Tesla-Taxi Tesloop machen sich offenbar auch die kostenlosen Supercharger zunutze und belegen so oftmals Stationen für Fahrer, die rasch ihren Akku laden wollen. Tesla schränkt den kostenlosen Zugang zu Superchargern für Neukunden wohl auch aus diesem Grund ein. So können Fahrzeuge, die vor April 2017 gekauft wurden, den Supercharger kostenlos für Langstrecken nutzen. Danach schenkt Tesla Neukunden nur mehr 400 kWh pro Jahr.