Digital Life
24.06.2014

U2-Frontmann Bono bezeichnet Apple als Sekte

Der Musiker und Hobby-Weltverbesserer Bono hat bei einem Treffen mit einem Apple-Vertreter in Cannes heftige Kritik am iPhone-Hersteller geäußert.

Beim Kreativfestival in Cannes hat sich U2-Sänger Bono mit Jony Ive von Apple bei einer Podiumsdiskussion getroffen. Der Musiker kritisiert Apple bei dieser Gelegenheit heftig. Der Konzern sei "wie eine religiöse Sekte", so Bono laut einem Bericht von cnet. Grund für den Angriff könnte Apples mangelnde Unterstzützung für Bonos Anti-AIDS Kampagne Red brand sein. "(Product) Red brand" ist eine Marke, mit deren Kauf Kunden AIDS-Hilfsprojekte unterstützen. Früher wurden die Produkte auch bei großen Modeketten verkauft, mittlerweile ist es aber eher still um Red brand geworden.

Apple ist in Bonos Augen eine der Firmen, die sich geweigert haben, das Projekt öffentlich zu unterstützen. Zwar hat Apple Geld für die Kampagne gesammelt, der verstorbene Firmengründer Steve Jobs hat sich aber geweigert, in Apple-Stores Werbung für die Marke zu machen, weil er den in Klammern gesetzten Begriff "Product", der Teil von Bonos Marke "(Product) Red Brand" ist, nicht mochte. Das nimmt Bono Apple anscheinend immer noch übel, weshalb er den Sektenvergleich gezogen haben soll. 2011 hat ein britischer Forscher ebenfalls festgestellt, dass Apple religiöse Gefühle bei seinen Kunden weckt.