Opolis: Bessere Kontrolle für E-Mails

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Datenschutz
03/23/2014

US-Webmail-Anbieter lesen Kunden-E-Mails auf Verdacht

Apple, Google, Microsoft und Yahoo sichern sich in den Nutzungsbedingungen ihrer Webmail-Angebote allesamt das Recht, Inhalte einzusehen, wenn sie ihre Interessen bedroht sehen.

Vor kurzem ist Microsoft in die Kritik geraten ist, weil das Unternehmen die E-Mails eines Bloggers gelesen hat, um ein Informationsleck im eigenen Haus zu finden. Die E-Mails wurden dabei ohne rechtliche Absicherung analysiert, die Erlaubnis für solche Schritte holt sich der Konzern durch einen Abschnitt in den Nutzungsbedingungen und Datenschutzbedingungen seines Webmail-Dienstes, der dem Unternehmen Zugriff auf sämtliche Inhalte einräumt, "wenn es nötig ist, um das Eigentum von Microsoft zu schützen".

Während Microsoft unter dem Druck der Medien Besserung gelobt, schreibt der Guardian jetzt, dass auch Apple, Google und Yahoo praktisch identische Klauseln in den AGBs ihrer Webmail-Angebote versteckt haben. Bei Google ist es "der Schutz vor Schaden für Google-Eigentum", bei Yahoo "der Schutz der Rechte von Yahoo" und bei Apple "der Schutz des Eigentums von Apple", der den Zugriff auf Inhalte von Kunden rechtfertigt. In den deutschsprachigen Nutzungsbedingungen der US-Unternehmen finden sich identische Formulierungen, deutsche Anbieter wie GMX haben keine vergleichbaren Klauseln in ihren Datenschutz- und Nutzungsbedingungen stehen, wie eine Stichprobenprüfung der futurezone ergeben hat.

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