Digital Life
13.12.2013

US-Aufsichtsbehörde will Handys in Flugzeugen erlauben

Erste Weichenstellung der Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) für die Nutzung von Mobiltelefonen in der Luft. Kritik gibt es aber wegen möglicher Lärmbelästigung.

Handynutzer sollen nach Willen einer Behörde schon bald auf Inlandsflügen in den USA telefonieren können. Die erste Hürde dafür nahm am Donnerstag die Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) in Washington. Sie stimmte dafür, das seit 1991 bestehende Verbot zur Handynutzung in Flugzeugen aufzuheben.

Der Vorsitzende Tom Wheeler erklärte die Regulierung für veraltet. Neue Technologien machten Handyverbindungen in der Luft möglich, ohne damit die Flugsicherheit zu gefährden.

"Neue Netzwerk-Realität"

"Die Technologie hat eine neue Netzwerk-Realität geschaffen, die von Regierungen und Fluggesellschaften auf der ganzen Welt wahrgenommen wird", erklärte Wheeler in einer Anhörung vor dem Kongress. "Wenn die Basis für eine Regel nicht mehr gültig ist, kann die Regel es auch nicht sein."

Die FCC möchte Handynutzern ab einer Flughöhe von rund drei Kilometern grünes Licht zum Telefonieren geben. Jedoch ist noch ein weiteres Votum nötig, bevor die FCC die Änderungen gemeinsam mit der Flugaufsichtsbehörde umsetzen könnte. Das wiederum könne Monate dauern, sagte Wheeler.

Verkehrsminister Anthony Foxx kündigte im Sender CNN Widerstand an. Sein Ministerium wolle klären, ob die mögliche Lärmbelästigung nicht "gegen das Fairnessgebot für Konsumenten" verstoßen würde.