Bei offensichtlichen Hacking-Versuchen sollten Flugbegleiter Passagiere melden

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Digital Life
04/22/2015

US-Behörden warnen Fluglinien vor hackenden Passagieren

Nachdem ein Sicherheitsforscher von seinen Hacking-Versuchen an Bord berichtete, schicken das FBI und die Flugsicherheitsbehörde TSA Warnungen aus.

Flugbegleiter sollen laut einer neuen Warnung von FBI und TSA Passagiere melden, die versuchen, eigene Geräte durch Kabel mit dem Bordentertainment-System zu verbinden, berichtet Wired. Ebenso gemeldet werden sollten sichtbare Versuche von Personen, sich mit Gewalt Zugang zu Schnittstellen an Bord zu verschaffen. Unter scharfer Beobachtung stehen auch Social-Media-Nachrichten, bei denen Bordsysteme oder Flugsicherungseinrichtungen am Boden erwähnt wurden.

Letzteres musste zuletzt ein US-Sicherheitsexperte erfahren, der nach einem scherzhaft gemeinten Tweet, wonach er über eine Verbindungstelle im Bordentertainmentsystem einen Zugang zur Flugsteuerungselektronik herstellen wolle, am Zielflughafen vom FBI empfangen wurde. Chris Roberts hat mit seinem Tweet auf den Bericht des US-Rechnungshofes reagiert, der vor einer möglichen Beeinflussung von Flügen auf diesem Weg gewarnt hatte. Obwohl Roberts beteuerte, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt, wurde er daraufhin von einem weiteren Flug abgehalten.

Die nun erfolgten Warnungen von FBI und TSA scheinen in direktem Zusammenhang zu den Vorfällen rund um Roberts zu stehen. Beide Behörden behaupten, keine Möglichkeit gefunden zu haben, mit der erwähnten Methode tatsächlich ein Flugzeug zu beeinflussen. Dennoch will man wohl dahingehende Versuche bereits im Keim ersticken.