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Cyberwar

US-Bericht: Waffendesign-Spionage aus China

Das Defense Science Board als Urheber des Berichts beschuldigte nicht dezidiert die Chinesische Regierung der Cyberspionage. Experten aus Militär und Industrie sehen aber eine breit angelegte Kampagne als Ursache für die mitgeschnittenen Daten, berichtet die Washington Post. Im Jänner war bereits eine erste Version des Berichts veröffentlicht worden. Damals wurde bereits davor gewarnt, dass die USA auf einen großflächigen Cyberkrieg mit China nicht vorbereitet wären.

Die neue Version des Berichts enthält zusätzlich eine Liste der kompromittierten Waffensysteme. Unter anderem ist das Patriot-Raketensystem zum Abfangen von gelenkten Raketen betroffen, das Aegis-Kampfsystem der Navy, der Abfangjäger F/A-18, das Hubschrauber-Flugzeug Osprey, der Hubschrauber Black Hawk und ein neues Schiff für Operationen nahe der Küste der Navy.

Das fatalste Datenleck betrifft allerdings den F-35 Joint Strike Fighter, ein neues Stealth-Kampfflugzeug, dessen Entwicklungskosten mittlerweile auf 1,4 Billionen Dollar geschätzt werden. Erstmals wurde dieses Projekt bereits 2007 durch Cyberspionage gefährdet.

China betreibt laut Ansicht vieler Experten große Anstrengungen, um per Cyberspionage an Daten zu kommen, die dabei helfen sollen das Militär des Landes zu modernisieren. Die Überlegenheit der US-Streitkräfte wird gleichzeitig dadurch reduziert. Die Obama-Regierung hat China bereits mehrmals wegen seiner Cyberattacken gewarnt. Chinas Regierung hat stets jede Beteiligung an Cyberangriffen von sich gewiesen.

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