Digital Life
23.08.2016

US-Datenschützer kritisieren Windows 10

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) wirft Microsoft vor, sich bei Windows 10 nicht um die Privatsphäre seiner Nutzer zu scheren.

In einem Artikel kritisiert die EFF Microsoft scharf für Datenschutz-Fehlverhalten in Windows 10. "Das Betriebssystem schickt eine übermäßige Menge an Nutzerdaten an Microsoft", heißt es in dem Text. Unter den Daten, die Microsoft über seine Nutzer sammelt, sind unter anderem Standortinformationen, eingegebener Text, Sprachbefehle, Touch-Gesten und besuchte Webseiten, wie The Verge berichtet.

"Obwohl einige dieser Einstellungen von Usern deaktiviert werden können, ist das noch keine Garantie dafür, dass Windows 10 keine Informationen mehr an Microsoft-Server weitergibt", schreibt die EFF weiter. Microsoft behauptet zwar, die Daten zu anonymisieren, hat bislang aber nicht dargelegt, wie das genau geschieht. Auch wie lange die Informationen gespeichert bleiben, ist nicht bekannt. Dass für User, die versuchen das Datensammeln auf ein Minimum zu beschränken, die Sicherheitsupdate-Funktion nicht mehr zu funktionieren scheint, ist ebenfalls ein Kritikpunkt der EFF.

Verschlechterung des Datenschutzes

Die aggressiven Methoden, mit denen Microsoft versucht, Kunden zum Upgrade auf Windows 10 zu bewegen, kommen bei Datenschützern ebenfalls nicht gut an. Die EFF ist bei weitem nicht die einzige Instanz, die Kritik an Microsofts Datenhunger und der Missachtung der Nutzerprivatsphäre übt. Seit Windows 10 veröffentlicht wurde, häufen sich die Stimmen, die eine Verschlechterung des Datenschutzes bei Microsoft attestieren.

Die EFF verlangt für Nutzer die Möglichkeit, sich der Datensammelwut auf Wunsch zu entziehen. Microsoft sagt in einer Stellungnahme, dass es die Privatsphäre seiner Nutzer ernst nehme und bei den Update-Richtlinien bereits reagiert habe.