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Polizei-Stalking
01/27/2015

US-Polizei stößt sich an Waze-App

US-Exekutivbeamte wollen die Polizei-Tracking-Funktion in der Anwendung deaktivieren lassen, weil sie Übergriffe auf Beamte fürchten.

In Googles Waze-App werden Staus, Radargeräte und Schlaglöcher angezeigt, die zuvor von Nutzern gemeldet wurden. Dass die App auch ausweist, wo gerade Polizisten stehen und etwa den Verkehr kontrollieren, hat nun die US-Exekutive auf den Plan gerufen.

„Polizei-Stalking“

Gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press forderten Exekutivbeamte, das Polizei-Tracking-Feature der App zu deaktivieren, weil dadurch Beamte zur Zielscheibe würden und in Gefahr geraten könnten. Mike Brown, Sheriff in Virginia und Vorsitzender des Technikkomitees der nationalen Polizeivereinigung sprach im Zusammenhang mit der App von „Polizei-Stalking“.

Die Forderungen der US-Exekutivbeamten stehen auch mit einem Vorfall in New York im Zusammenhang, bei dem im Dezember zwei Polizisten in ihrem Streifenwagen erschossen wurden. Nach Angaben von US-Medien deutet jedoch nichts darauf hin, dass der Täter die Polizisten mithilfe der Waze-App ortete.

„Enge Zusammenarbeit“

Eine Waze-Sprecherin sagte, dass ihr Unternehmen eng mit der Polizei zusammenarbeite. In einer Stellungnahme hieß es, dass das Anzeigen der Polizei-Präsenz auf US-Straßen vor allem dazu führe, dass Nutzer vorsichtiger fahren würden. Dass das Feature deaktiviert werden muss, gilt als unwahrscheinlich. Es sei schwer vorstellbar, dass es Bürgern nicht erlaubt sein sollte, einander mitzuteilen, wo sie Polizisten gesehen hätten, ist bei Engadget zu lesen.