Digital Life
24.08.2017

USA: 25 Jahre Haft für manipuliertes Lotto-Programm

Ein US-Mitarbeiter eines Lotto-Unternehmens manipulierte den Zufallszahlen-Generator und sicherte sich so Millionengewinne. Doch das Betrugsschema flog auf.

Eddie Tipton, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Lotterien, wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt. Tipton soll als Sicherheits-Chef der „Multi-State Lottery Association“ den Zufallszahlen-Generator so zu seinen Gunsten manipuliert haben, dass er mehrere Millionen US-Dollar an Gewinnen einstreifen konnte. Er kaufte dafür Lotteriescheine in mehreren US-Bundesstaaten und verteilte diese an Komplizen. Diese lösten die Gewinne ein und teilten sie mit Tipton. Wie hoch der verursachte Schaden ist, ist unklar, er dürfte jedoch im Millionenbereich liegen.

Maximale Strafe

Mit 25 Jahren hat er die maximal mögliche Strafe ausgefasst. Der Richter begründete die Härte der Strafe mit der Gier des Beschuldigten. Tipton dürfte aber wohl nicht die ganze Strafe verbüßen. Bei guter Führung kann er bereits nach drei bis fünf Jahren um Bewährung ansuchen und kommt auf freien Fuß. Er zeigte Reue und bekannte sich im Juni schuldig. Neben der Haft wurde er zur Rückzahlung der Gewinne verurteilt. Zumindest 2,2 Millionen US-Dollar muss er den Lotterien zurückgeben, wobei noch nicht klar ist, ob er über ausreichend Mittel dafür verfügt.

Der Betrug flog auf, nachdem Tiptons Bruder 14,3 Millionen US-Dollar bei einem Lotto-Wettbewerb in Iowa gewann. Die Bundesbehörden deckten danach das Betrugsschema auf.