Digital Life
09.05.2014

USA: Bitcoins für Wahlkampfspenden zugelassen

Obwohl US-Banken und die Börsenaufsicht vor Bitcoins warnen, dürfen diese nun auch als Wahlkampfspende akzeptiert werden. Die Freigabe ist aber an Bedingungen geknüpft.

Die US-Wahlbehörde FEC (Federal Election Committee) hat die Kryptowährung Bitcoin für Wahlkampfspenden zugelassen. Die Entscheidung dafür fiel einstimmig. Das bedeutet, dass ab sofort jedes PAC (Political Action Committee) Spenden in Bitcoins entgegen nehmen darf. Die Freigabe ist allerdings auch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Die gesammelten Bitcoins dürfen aber nicht zur Zahlung selbst eingesetzt werden. Spenden in Bitcoins dürfen zwar entgegengenommen werden, diese müssen aber in US-Dollar getauscht werden. Zudem ist die Höhe der Spenden begrenzt.

Nicht mehr anonym

Die Spende darf einen Wert von 100 Dollar nicht überschreiten. Das dürfte wohl vor allem in Anbetracht des stark schwankenden Wechselkurses schwierig zu überprüfen sein. Zudem ist auch der größte Vorteil von Bitcoins, die Anonymität, nicht mehr gegeben. Bei einer Spende müssen Name, Adresse und Arbeitgeber abgefragt werden. Das ist allerdings grundsätzlich bei Parteispenden in den USA erforderlich. Die Entscheidung der Wahlbehörde folgt nur einen Tag nachdem die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC vor Bitcoins gewarnt hat, da die Währung anfällig für Betrug sei.