Terroristen werden auch im Netz bekämpft

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Digital Life
08/31/2014

USA starten Social-Media-Krieg gegen Terroristen

Die Terror-Organisationen Islamischer Staat und Al-QaidaAl-Qaeda sollen auf sozialen Medien mit Sarkasmus und unverblümter Sprache bloßgestellt werden.

Das US-Außenministerium hat in den vergangenen 18 Monaten dutzende Social-Media-Profile, die mit islamistischen Terroristen in Verbindung stehen, ins Visier genommen, wie phys.org berichtet. Mitarbeiter des "Center for Strategic Counterterrorism Communications", das 2011 gegründet wurde, nutzen verschiedene englisch- und arabischsprachige Accounts bei diversen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, um gegen die Propaganda der Terroristen vorzugehen. (z. B .: Twitter, Facebook, Twitter)

Die Anti-Terror-Beamten posten Botschaften, Fotos und Videos auf den Profilseiten der Propaganda-Accounts, auch vor Diskussionen mit deren Betreibern scheuen die Social-Media-Soldaten nicht zurück. US-Diplomaten sagen zwar, dass diese Strategie kein Allheilmittel sei, glauben aber an die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen die Online-Rekrutierungsversuche der Terrororganisationen. Die Veröffentlichung eines Videos, das die Enthauptung des US-Journalisten James Foley zeigt, durch Terroristen hat zu einer Verstärkung der Social-Media-Bemühungen der Anti-Terror Einheit geführt.

Die Einträge des US-Außenministeriums bei sozialen Netzwerken sind teilweise sarkastisch. Dem islamistischen Kämpfer Yazidis etwa wurde via soziale Medien "gratuliert", nachdem er behauptet hatte, 22 irakische Soldaten getötet zu haben. In anderen Fällen ist der Ton dagegen nüchtern. Eine Fotomontage, die Syriens Präsidenten Bashar al-Assad und Abu Bakr al-Baghdadi, den Führer des Islamischen Staats, vor einer völlig zerstörten Stadt zeigt wurde mit der Überschrift "Baghdadi und Assad im Wettlauf um die Zerstörung Syriens" gepostet. Auch Nazi-Vergleiche kommen regelmäßig zum Einsatz.