Digital Life
13.03.2018

User dürfen Yahoo wegen Datenleck verklagen

Ein Antrag von Yahoo-Besitzer Verizon, die Klagen abzuweisen, wurde abgelehnt.

Yahoo wurde von einem Bundesgericht angeordnet, sich Klagen im Zusammenhang mit dem massiven Datendiebstahl aus dem Jahr 2013 zu stellen. Verizon, das Yahoo 2017 übernommen hat, hatte beantragt, einen Großteil der Klagen abzuweisen. Das wurde von der Richterin allerdings abgelehnt, wie Reuters berichtet.

Der Datendiebstahl, von dem drei Milliarden Kunden betroffen waren, wurde erstmals bekannt, nachdem Verizon zugestimmt hatte, das Internet-Geschäft von Yahoo zu übernehmen. Der Deal wurde dennoch finalisiert, jedoch zu einem geringeren Kaufpreis als ursprünglich vereinbart. Schlussendlich bezahlte Verizon 4,5 Milliarden US-Dollar für Yahoo.

Yahoo wird vorgeworfen, seine Nutzer von der Attacke zu spät informiert zu haben. Dadurch soll das Risiko von Datendiebstahl massiv gestiegen sein. Hätten die Nutzer von dem Leck gewusst, hätten sie sich anders verhalten, wie die Richterin in ihrer Begründung erklärt. Diese Erklärung der Kläger sei glaubhaft.