Digital Life
21.02.2015

Verdacht der Bespitzelung: Keylogger bei der "taz"

Eine mögliche Bespitzelungsaffäre beschäftigt die Berliner „tageszeitung“. Ein Mitarbeiter steht unter Verdacht, Kollegen ausgespäht zu haben. 

Entsprechende Informationen unter anderem des Online-Portals newsroom.de der Tageszeitung „Die Welt“ wurden der Deutschen Presse-Agentur am Samstag bestätigt. Der Mitarbeiter soll demnach einen sogenannten Keylogger benutzt haben, der aufzeichnet, was in die Tastatur eines Computers eingegeben wird.

Seit wann und in welchem Umfang Daten abgegriffen wurden, blieb zunächst unklar. Betroffen sollen die Daten mehrerer „taz“-Mitarbeiter von Ressortleitern bis zu einer Praktikantin sein. Das Spionagegerät, das einem USB-Stick ähnelt, sei einem Techniker aufgefallen, der einen Rechner austauschen wollte, hieß es.

Noch nicht gekündigt

Der Mitarbeiter, dem der Keylogger gehört habe, habe die Redaktion verlassen. Er sei aufgefordert worden, seine Schlüssel abzugeben. Am Mittwoch seien die „ taz“-Mitarbeiter aufgerufen worden, ihre Passwörter zu ändern. In der Nacht zu Donnerstag war zudem in das Redaktionsgebäude eingebrochen worden, wie die Berliner Polizei bestätigte. Ob es einen Zusammenhang gab, blieb offen.

Am Montag soll es dpa-Informationen zufolge zu einem Gespräch mit dem beschuldigten Mitarbeiter kommen. Entgegen anderslautenden Berichten sei ihm aber noch nicht gekündigt worden.