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Digital Life
10/21/2013

Versandhändler Zalando soll Mitarbeiter überwachen

"Zu langsame" Mitarbeiter werden laut Spiegel überwacht, ihre Arbeitsleistung wird genau protokolliert. Zudem sei es Mitarbeitern weiterhin verboten, sich hinzusetzen.

Laut einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des Spiegel wird neue Kritik an den Methoden des Online-Versandhändlers Zalando laut. Dieser überwache seine Mitarbeiter in einem Verteilerzentrum im deutschen Erfurt. Fällt ein Mitarbeiter als "zu langsam" auf, wird dieser einer dauerhaften Überwachung unterzogen, bei der seine Arbeitsleistung genau protokolliert wird. Von dieser Leistung wird abhängig gemacht, ob der Arbeitsvertrag verlängert wird. Zudem sei es den Mitarbeitern weiterhin verboten, sich während der Arbeitszeit hinzusetzen.

Rote Zahlen

Ähnliche Vorwürfe gab es bereits nach einer ZDF-Dokumentation, bei der sich ein Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders einschleichen und die Arbeitsbedingungen filmen konnte. Zalando widersprach damals den Vorwürfen vehement und meinte unter anderem, dass einige der Arbeitsschritte nicht im Sitzen durchführbar seien. Nach der Ausstrahlung der Dokumentation war es auch zu Boykott-Aufrufen im Internet gekommen. Das Unternehmen schreibt seit seiner Gründung

rote Zahlen
, dieses Jahr sollen es erstmals schwarze Zahlen werden.