Digital Life
05.11.2013

Verschlüsselung für 3D-Modelle entwickelt

Ein neues Verfahren verzerrt 3D-Modelle zur Unkenntlichkeit. Nur mit einem Schlüssel kann man das Modell wiederherstellen, etwa um es per 3D-Druck zu realisieren.

Matthew Plummer-Fernandez, ein Forscher des Goldsmith College Interaction Research Studio der Universität London, nennt sein Programm "Disarming Corruptor". Wie Engadget berichtet, können dabei 3D-Modelle anhand mehrerer Parameter verzerrt werden, etwa um sie verschlüsselt zu übermitteln. Nur wer die Parameter kennt, kann das Modell wiederherstellen.

Entwickelt wurde Disarming Corruptor, um "umstrittene Gegenstände" zu drucken. Dabei kann es sich etwa um urheberrechtlich geschützte Dinge, wie etwa eine Mickey Mouse, oder gesetzlich verbotene Dinge, wie eine Waffe aus dem 3D-Drucker, handeln. Momentan gibt es 100 hoch 7 bzw. 100 hoch 14 mögliche Schlüssel für ein 3D-Modell, die Verschlüsselung bietet also einen ausreichenden Sicherheitsgrad.

Plummer-Fernandez sieht Disarming Corruptor mehr als Stellungnahme: "Wenn es einen Rüstungswettlauf zwischen Hacktivisten, die Dateien teilen, und Menschen, die sie kontrollieren wollen, gibt, dann ist es wichtig, den ersten Schritt zu setzen", sagt er gegenüber Forbes.