Ein Kunde füllt am 20.07.2003 in Köln einen Antrag auf Abschluss einer Lebensversicherung aus (Archivfoto -Illustration Lebensversicherungen). Mit allen Mitteln versucht die Versicherungsbranche gegenwärtig, auf die Schnelle noch einige hunderttausend Lebensversicherungen zu verkaufen. Denn am 1. Januar fällt das Steuerprivileg für die bislang liebste private Altersvorsorge der Bundesbürger. Künftig müssen Gewinne versteuert werden. Trotzdem warnen Verbraucherschützer vor übertriebener Eile. Mit einem Bestand von rund 91,5 Millionen Verträgen ist die Lebensversicherung in Deutschland der Vorsorge-Klassiker schlechthin. Foto: Jörg Carstensen dpa

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Digital Life
10/19/2013

VKI: Online-Versicherungsvergleiche sind oft unvollständig

Laut dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) bieten viele Portele keinen vollen Überblick über alle Angebote.

Versicherungsvergleichsrechner im Internet sind hilfreich und informativ, spiegeln aber nicht den gesamten Markt wider und liefern nicht automatisch das beste Angebot, gibt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in der aktuellen Ausgabe des "Konsument" zu bedenken. Einige teils große Anbieter verweigern sich nämlich dem direkten Preisvergleich oder wollen ihre Produkte hauptsächlich über Außendienstmitarbeiter verkaufen.

Die Konsumentenschützer haben fünf Portale (chegg.net, durchblicker.at, versichern24.at, haftpflicht24.at und bullinvest.at) unter die Lupe genommen. Ein Manko: Rabatte, Sonderkonditionen und dergleichen scheinen nicht auf, sondern sind meist nur direkt über Versicherungsmitarbeiter oder Makler erhältlich.

Wer sich auf der Suche nach einer neuen oder billigeren Versicherung durchs Netz klickt, verschafft sich aber immerhin einen Überblick über den intransparenten Markt, betont der VKI. Die Prämienunterschiede bei mehr oder weniger gleichen Polizzen seien "unglaublich" und könnten schon ein paar hundert Euro im Jahr ausmachen.