Digital Life 26.11.2014

Wien errichtet bis zu 400 neue WLAN-Zugangspunkte

WLAN-Betreiber in Deutschland sind noch haftbar für Traffic in ihren Netzwerken © Bild: Stephanie Pilick, apa

In einer Ausbauoffensive sollen in der Hauptstadt bis 2016 auf Plätzen und in Parks bis zu 400 neue WLAN-Access-Points hinzukommen.

Wien baut den mobilen Zugang zum World Wide Web aus: 2015 und 2016 sollen zusätzlich zu den bereits etwa 60 in Betrieb befindlichen „Access Points“ bis zu 400 neue freie WLAN-Zugangspunkte entstehen. Das teilte das Büro der zuständigen Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne) der APA am Mittwoch mit.

Die neuen Hotspots sollen gleichmäßig über die Bezirke verteilt werden. Kostenloses Surfen wird vor allem auf öffentlichen Plätzen, entlang größerer Straßenzüge oder in ausgewählten Parks ermöglicht. Konkret vorgeschlagen sind Standorte für 305 Örtlichkeiten, die bereits 2015 in Betrieb gehen sollen. Eine genaue Abstimmung mit den jeweiligen Bezirken ist im Laufen, hieß es im Rathaus.

Kostenpunkt 1,9 Millionen Euro

Das WLAN wird weitgehend auf bestehender Infrastruktur montiert, wie betont wurde. Vor allem Lichtmasten werden dabei zum Zug kommen. Die Kosten für die Errichtung der rund 400 Zugangspunkte werden laut Stadt rund 1,9 Millionen Euro betragen. Der entsprechende Beschluss soll demnächst im zuständigen Gemeinderatsausschuss erfolgen.

Ein Verbindungsaufbau über das Public-WLAN in Wien setzt eine Registrierung mit einer Mobiltelefonnummer voraus. Die Zeit, in der man im Internet surfen kann, ist derzeit auf acht Stunden begrenzt. Ist die Frist abgelaufen, kann man sich jedoch sofort erneut registrieren. Manche Angebote wie etwa ein Stadtplan können unbegrenzt genutzt werden. Zum Schutz von Kindern oder Jugendlichen sind nicht alle Seiten im Internet freigeschaltet.

"Smart City Konzept"

„Mit dem Ausbau des WLAN-Angebots der Stadt im gesamten Stadtgebiet macht Wien einen großen Schritt: Der freie Zugang zum Internet gehört zu einer Smart City genauso wie ein hervorragendes Öffi-Netz oder eine effiziente Energieversorgung. Wien ist damit auf Augenhöhe mit Städten wie New York oder Barcelona“, versicherte Vassilakou.

Erstellt am 26.11.2014