Digital Life
17.05.2018

YouTube führt noch im Mai ein neues Musik-Streaming-Service ein

Google startet mit YouTube Music ein neues Musik-Streaming-Service. Der kommt auch bald nach Österreich.

YouTube Music wird eine eigene mobile App sowie eine Desktop-Version bekommen. Die werbefinanzierte Variante bleibt vorerst kostenlos, YouTube Music Premium wird werbefrei und kostenpflichtig.

YouTube-Music-Premium-Nutzer bekommen Extra-Features wie eine personalisierte Playlist, die auf dem Geschmack des Nutzers basieren, eine genaue Suche der eigenen Musikverläufe in der Vergangenheit und andere Daten, die das eigene Nutzerverhalten betreffen, kündigt Google am Mittwoch an. „YouTube wurde nicht für Musik gemacht, sondern Videos“, heißt es in einem Blogeintrag zur Trennung.

Kostenpflichtig

YouTube Music Premium wird dann für 9,99 US-Dollar pro Monat verfügbar gemacht. Das Premium-Service für das „volle YouTube“ kostet zwei Euro extra. YouTube Premium wird dann außerdem YouTube Red ablösen. Für Abonnennten von YouTube Red ändert sich der Preis für YouTube Premium derzeit nicht.

YouTube Music soll in den USA, Australien, Neuseeland, Mexiko und Südkorea starten und in Folge in den nächsten Wochen auch in weiteren Ländern ausgerollt werden. Österreich befindet sich neben Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz ebenfalls unter den Ländern, in denen der neue Musik-Abo-Service bald starten wird.

Autoren-Namen zu Musik-Videos

Die Videoplattform YouTube will auch verstärkt die Namen beteiligter Autoren zu Musikvideos anzeigen. Zunächst sollen die Informationen für rund 500 Millionen Clips bereitgehalten werden.

Die Basis bilden die Daten, die Musikkonzerne zur Verfügung stellen, die Songs werden dafür auf der Plattform von YouTubes Software „ContentID“ identifiziert. Sie kann nicht nur verschiedene Versionen eines Titels erkennen, sondern über die Funktion „MelodyID“ auch von Amateuren nachgesungene Songs - solange sie in etwa den Ton treffen.

Die Namen der Autoren sowie der Plattenfirma und des Musikverlags, bei dem die Rechte liegen, werden zunächst nur als Text angezeigt. Mit der Zeit sollen sie aber anklickbar werden, damit die Nutzer einfacheren Zugang zu weiteren Informationen und Videos haben, sagte YouTube-Managerin Candice Morrissey am Mittwoch.