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Games
10/21/2015

Hybrid Games: Videospiele zum Angreifen und Sammeln

Brettspiele oder Sammelfiguren treffen auf Videospiele: Diese Kombination hat sich zum Milliarden-Geschäft entwickelt. Am Donnerstag gibt ein Entwickler Einblicke.

Einer der wohl größten Überraschungserfolge der letzten Jahre ist Skylanders. Die Spielereihe von Activision verknüpft Videospiele geschickt mit Sammelfiguren, die nicht nur Kinder begeistern. Bislang konnte Activision mit Skylanders mehr als drei Milliarden US-Dollar umsetzen - mehr als der bislang erfolgreichste Hollywood-Film aller Zeiten (Avatar- 2,8 Milliarden Dollar). Das Konzept wurde mit großem Erfolg von Disney (Infinity) und Nintendo (Amiibo) kopiert, doch das "Toys-to-Life"-Genre ist nicht nur großen Konzernen vorbehalten.

Das beweist unter anderem das Linzer Studio Rudy Games, das Brett- und Videospiele geschickt verknüpft. "Leaders", der neueste Titel, verbindet ein Risiko-ähnliches Brettspiel mit einer App, die neue Spielmechaniken ermöglicht. So können unbemerkt Allianzen mit Mitspielern geschlossen und Kämpfe automatisch am Tablet berechnet werden. "Interaction", ein weiteres Projekt von Rudy Games, sorgte ebenfalls für Aufsehen. Das Trivia-Spiel nutzt Facebook- oder Twitter-Konten, um die Wissensgebiete der Spieler kennenzulernen. So soll das Spiel für jeden Spieler eine Herausforderung bleiben.

Freier Eintritt

Am Donnerstag, den 22. Oktober, erklärt Rudy-Games-CEO Manfred Lamplmair, wie Indie-Entwickler den anhaltenden Hype um "Hybrid Games" und "Toys-to-Life"-Videospielen nutzen können. Der Vortrag, der im Rahmen der von der Wirtschaftskammer Wien geförderten Reihe Subotron pro games stattfindet, kann bei freiem Eintritt von jedem besucht werden. Beginn ist 19 Uhr, der Veranstaltungsort ist der Raum D (quartier 21) des Wiener Museumsquartiers.