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IT-Ferialjob-Aktion-2014
03/10/2014

futurezone startet wieder IT-Ferialjobaktion

2012 startete die futurezone erstmals eine Ferialjob-Aktion und verschaffte Jugendlichen Stellen in Technik-Unternehmen. Nun geht die Initiative in die dritte Runde.

Auch 2014 vermittelt die futurezone wieder bezahlte Praktikumsstellen für die Sommermonate und konnte führende Hightech-Unternehmen aus Österreich dafür gewinnen. Die Bandbreite der Aufgaben und Einsatzgebiete ist so breit wie die IT-Landschaft selbst. Ob Einsatz beim Kunden, im Social-Media-Bereich oder im Business-Software-Sektor - alles ist dabei. Stellen gibt es unter anderem bei Österreichs führendem Kommunikationsunternehmen A1, beim Computer-Hersteller Fujitsu, beim auf den Automobil-Sektor fokussierte Hightech-Unternehmen Webasto oder beim renommierten Internet-Provider kapper.net. Ebenfalls dabei sind die Business-Software-Spezialisten Fabasoft und Mindbreeze. Dies ist jedoch nur ein Bruchteil jener IT-Firmen, die an der Aktion teilnehmen. Auch viele kleinere Unternehmen und Start-ups unterstützen das Projekt heuer wieder.

„Ein Ferialjob kann das Leben verändern“

„Es kommt auf den Zeitpunkt an, wann die Bewerbung verfasst wird und auf die Art, wie sie verfasst ist“, sagt der Geschäftsführer der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft für Wien und Niederösterreich, Thomas Hrastnik. „Freilich kommt es auch auf die Motivation an, warum man einen Ferialjob machen will.“ Die VWG ist eine Bildungseinrichtung regional vernetzter Non-Profit-Organisationen, die in über 3.000 Veranstaltungen wirtschaftliches Know-how vermitteln. Das Motto lautet „Vorsprung durch Bildung“, es werden Aktionen für Lehrer und Schüler organisiert.

Zeitpunkt

„Wenn man jetzt einen Ferialjob sucht, ist man zwar spät dran, aber darum finde ich ja die Initiative der futurezone ideal, weil es doch viele Schüler gibt, die auf die rechtzeitige Bewerbung vergessen“, so Ferialjob-Experte Hrastnik. „Wenn man ein Pflichtpraktikum absolvieren muss, sollte man sich etwa ein Jahr davor bewerben“, rät Hrastnik . Das Problem bei manchen Praktika sei mitunter, dass in der für Schüler typischen Ferialjob-Zeit Juli und August viele Unternehmen Betriebsferien machen oder den Betrieb „heruntergefahren“ haben.

Tipps

„Mit der Bewerbung kann man sich entsprechend positionieren“, sagt Hrastnik. Ein Standardfehler sei, eine Standardbewerbung zu schicken. „Man muß sich vorab informieren, was ein Unternehmen genau macht, nur so kann man auch ein entsprechendes Bewerbungsschreiben verfassen, aus dem man die Motivation herausliest und das dem Unternehmen zeigt, dass man großes Interesse an dem Job hat.“ Den Firmen gehe es schon lange nicht mehr nur darum, aus der Pflicht heraus jungen Menschen einen Ferialjob fürs Geld verdienen zu ermöglichen, „sie wollen bereits Schüler, die potenzielle Mitarbeiter sein könnten, aquirieren.“

Wie originell eine Bewerbung sein darf, hängt wiederum vom Unternehmen ab. Wer sich bei der futurezone um einen Ferialjob bewirbt, muss sich zusätzlich auch mit einem Tweet, einem Kurzvideo im YouTube-Stil oder mit einem Instagram-Foto bewerben.

Chance des Lebens

Ein Ferialjob sollte nicht nur als Beschäftigung in der Ferienzeit betrachtet werden, sondern als Riesenchance, die das Leben verändern kann. „Ein Ferialjob kann tatsächlich der Start in die berufliche Zukunft sein“, sagt Hrastnik. Vor allem bei Technologie-Unternehmen, die sich derzeit einen Kampf um talentierten Nachwuchs liefern, kann ein exzellenter Ferialpraktikant der nächste Mitarbeiter sein. Mädchen rät Hrastnik, Ferialjobs dazu zu nutzen, um Cross-Gender-Berufe auszuprobieren, also Berufe, die vordergründig eher männlich dominiert sind und als „untypisch“ für Mädchen gelten. Dazu gehören technische Berufe, aber auch Jobs im naturwissenschaftlichen Bereich.

Die futurezone-Aktion hält Hrastnik auch noch aus einem weiteren Grund für äußerst spannend: „Eines unserer Ziele ist, digitale Kompetenz zu vermitteln. Bei der futurezone-Initiative gibt es nur technische Ferialjobs, was genau unserem Ziel entspricht, denn es ist wichtig, dass Schüler eine digitale Kompetenz erlangen, da die meisten Jobs mit Technik zu tun haben werden. Digitale Kompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft. Digital kompetent zu sein, bedeutet nicht nur, einen Vorteil gegenüber anderen zu haben, sondern für die Herausforderung der Zukunft gewappnet zu sein, da künftig fast alle Berufe irgendwie technisch sein werden."

Die Bewerbung

Ab sofort können sich Schüler und Studenten auf futurezone.at bis Ende April um die ausgeschriebenen Ferialjobs bewerben. Das Schreiben, in dem alle Informationen und Daten gesammelt sind, schicken Interessierte an ferialjobs@futurezone.at. Das Subject bzw. der Betreff ist bitte wie folgt auszufüllen: NAME der Firma, bei der man sich bewirbt - NACHNAME VORNAME. Eine Bewerbung an A1 würde demnach im Betreff wie folgt lauten: A1 - MUSTERMANN MAX.

Die Bewerbung selbst hat ebenfalls einen technisch-kreativen Aspekt. Neben dem klassischen Lebenslauf müssen die Bewerber ihre Motivation auf eine von drei Social-Media-Arten ausdrücken:

- ein Video im YouTube-Stil oder
- ein Foto im Instagram-Stil oder
- einen kurzen Text im Twitter-Stil

Damit soll auf kreative Weise die Qualifizierung für den jeweiligen Ferialjob hervorgehoben werden. Die Bewerbungen werden von futurezone an die Firmen weitergeleitet, die sich dann bei den Bewerbern melden.

Zu den Stellenausschreibungen geht es hier.