© futurezone/Gregor Gruber

Morgenkick

Neues aus der Frühstückszone

Koffein ist für viele Redakteure ein essenzieller Bestandteil ihres Morgenrituals. Müssten wir die unzähligen Aufgüsse wirklich bezahlen, sähe es um unser Gehalt deutlich schlechter aus. An manchen Tagen brauchen wir aber deutlich stärkere Hilfsmittel als den mäßig schmeckenden Trank aus der Kaffeemaschine in Industriestärke, die in unserem Stockwerk steht.

Wer extra-müde ist, kann sich bei uns etwa zum Testen eines wasserdichten Gerätes melden. Dann wird frühmorgens und vorzugsweise im Winter auf unserer Terrasse ein Eimer Wasser über den Kopf des Betroffenen gegossen. Das macht wacher als jeder doppelte Expresso und beweist, dass man in unserer Redaktion nicht nur im Nachrichtenstrom ertrinken kann.

Kaffee mit Schuss

Eine andere Möglichkeit ist es, seine Kaffee-Tasse als Abfall für Kiwi-Reste zu verwenden und das dann zu vergessen. Am nächsten Morgen kann der improvisierte Tassen-Kompost dann im Halbschlaf mit Kaffee aufgegossen werden. Die saure Extranote des Kaffees hat eine erstaunlich muntermachende Wirkung.

Für Bonuspunkte kann dann der ekelhafte Geschmack des Gebräus im Geiste auf die mindere Qualität der Kaffeemaschine geschoben werden. Dann gibt es beim letzten Schluck neben Spiel und Spaß auch noch eine Überraschung, wenn das Gerippe der Südfrucht aus den Fluten in der Tasse auftaucht und den echten Grund für das verwirrende Geschmackserlebnis offenbart.

Wer sich nicht selbst um seine Muntermacher kümmern will, kann sich bei uns auf boshafte Arbeitskollegen verlassen. Dann wird aus einem über Nacht am Arbeitsplatz stehengelassenen Tetrapak mit Orangensaft im Handumdrehen ein guter Wecker. Wer morgens schon einmal in Erwartung von Fruchtsaft einen ordentlichen Schluck hochgeistigen Wodka-Orange erwischt hat, weiß wovon die Rede ist. Den anregenden Adrenalinstoß kann man dann gleich zur Planung der Rache verwenden, damit der Kreislauf des Weckens nicht unterbrochen wird.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Markus Keßler

mehr lesen Markus Keßler

Kommentare