Britain's Government Communications Headquarters (GCHQ) in Cheltenham is seen in this undated handout aerial photograph released in London on October 18, 2010. Terrorism and cyber attacks are expected to take precedence over nuclear proliferation and the breakdown of weak states when the government reveals its strategy for national security on Monday. The government hopes the National Security Strategy will help to convince critics that a broad military review due out on Tuesday is based on strategic thinking, not just on the need to save money. REUTERS/Crown Copyright/Handout (BRITAIN - Tags: MILITARY POLITICS) NO COMMERCIAL OR BOOK SALES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO COMMERCIAL USE

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Recht
10/03/2013

Aktivisten klagen Großbritannien wegen Netz-Überwachung

Drei Nonprofit-Organisationen und eine deutsche Datenschutz-Aktivistin klagen die britische Regierung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Die drei britischen NGOs Big Brother Watch, Open Rights Group und English PEN sowie Constanze Kurz vom Chaos Compute Club sind der Meinung, dass die Internet-Überwachungsprogramme der britischen Regierung gegen europäisches Recht verstoßen, wie arstechnica berichtet. Das britische Government Communications Headquarter (GCHQ) sei einer der Hauptbetreiber von digitalen Überwachungsprogrammen, vor allem was den europäischen Raum angehe. Die Klage wurde am Donnerstag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht.

In der 67-seitigen Klageschrift heißt es, das Abfangen von Nachrichten im Netz verstoße gegen Artikel acht der Europäischen Menschenrechtskonvention, in dem das Recht auf Privat- und Familienleben sowie gesicherte Korrespondenz verbrieft sind. Artikel acht enthält allerdings auch eine Ausnahme, die den Schutz der nationalen Sicherheit betrifft. Die Kläger argumentieren aber, dass die breitflächigen Abhörprogramme des GCHQ niemals durch eine spezifische rechtliche Handhabe abgedeckt werden können und sich deshalb auch jeglicher Kontrolle entziehen.