Netzpolitik
24.01.2017

Amazon macht Zugeständnisse im Streit mit EU über E-Books

Das Angebot den Online-Hänndlers betrifft in erster Linie Werke in englischer und deutscher Sprache.

Im Streit zwischen Amazon und Verlagen über Vertragsklauseln beim Verkauf von E-Books hat der US-Internetkonzern Zugeständnisse gemacht. Amazon biete an, bei Verlagen keine Klauseln mehr durchzusetzen, die dem US-Unternehmen vergleichbare Konditionen wie seinen Rivalen einräumen, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Zudem verzichte der Online-Konzern auf die bisher verlangte Verpflichtung der Verlage, über solche Vereinbarungen mit Wettbewerbern zu informieren. Die EU-Kommission forderte andere Marktteilnehmer zu einer Stellungnahme zu Amazons Zugeständnissen auf, bevor sie diese annimmt.

Sollten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Ende eines Verfahrens feststellen, dass der Konzern gegen EU-Regeln verstößt, würde eine Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes drohen. Ein Amazon-Sprecher bestätigte die Zugeständnisse. Zugleich verteidigte er die Klauseln, die Kunden eine große Auswahl und niedrige Preise ermöglicht hätten. In dem Fall geht es vor allem um E-Books, die in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht werden.