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Hack
07/25/2011

AnonAustria stellt GIS ein Ultimatum

Die GIS wurde in einem Online-Schreiben aufgefordert, die wahre Zahl der von AnonAustria kopierten Kundendaten einzugestehen. Die Hacker-Gruppe will mehr als 200.000 Datensätze von den Servern der GIS entwendet haben, während die GIS von einigen tausend Kundendaten spricht.

Die Hacker-Gruppe AnonAustria (Twitter-Account hier) hat auf Pastebin.com eine Pressemitteilung veröffentlicht und darin der "Gebühren Info Service" (GIS), einem Tochter-Unternehmen des ORF, ein Ultimatum gestellt. In dem Schreiben von AnonAustria heißt es:

"Sollte nicht bis spätestens Montag, dem 25. Juli 2011 18:00 Uhr ÖFFENTLICH bekannt gegeben werden, wieviele Zwangskundendaten tatsächlich von uns kopiert werden konnten, werden wir ein zensiertes Backup der Datenbank, die uns vorliegt, veröffentlichen. Somit kann sich jeder Bürger selbst davon überzeugen, wie die GIS der Bevölkerung offen ins Gesicht lügt."

AnonAustria hat am Freitag die Webseite der GIS gehackt und eigenen Angaben zufolge mehr als 200.000 Datensätze von den Servern kopiert. GIS-Sprecher Herbert Denk sagte gegenüber der futurezone (Bericht

), dass ihm diese Zahl "sehr hoch" erscheine und nur die Daten "tausender Kunden" betroffen seien. Die Nachrichten-SeiteGulli.com gibtgibt allerdings an, den Datensatz von AnonAustria zugespielt bekommen zu haben. Er soll exakt  211.695 Kundendaten beinhalten.

Mit dem angedrohten Leak wolle man nicht den GIS-Kunden schaden, sondern die "eklatanten" Verstöße der GIS gegen das Datenschutzgesetz aufzeigen. Vor dem möglichen Leak wolle AnonAustria die Daten streng zensieren, damit keine Personen zu Schaden kommen könnten. Laut Gulli.com werden nur „Vorname, Nachname, Postleitzahl und genaues GIS-Anmeldedatum“ der Personen betroffen sein.

[UPDATE]
Am Montagmittag hat die GIS gegenüber der futurezone offiziell

, dass tatsächlich über 200.000 Kunden-Datensätze vom Leak betroffen waren (
).

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